Bargeld: Geht es ohne?

Ein Kommentar von M. Stingl

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KONSUMENT 10/2017 veröffentlicht: 29.09.2017

Inhalt

Eine Welt ohne Bargeld: Können Sie sich das vorstellen? Ein Kommentar von Markus Stingl.

KONSUMENT-Redakteur Markus Stingl (Foto: VKI) Wagen wir ein Gedankenexperiment: Können Sie sich den Straßenzeitungs-Verkäufer mit einem Kartenlesegerät vorstellen? Werden wir die zwei Euro für den Straßenmusikanten künftig mit NFC bezahlen?

Wie hilft man einem Bedürftigen?

Wie hilft man einem Bedürftigen, dem man derzeit einfach ein paar Euro in die Hand drückt? Auch nicht unwichtig: Wie sieht es aus mit der Benutzung der Toiletten auf der Autobahn? Man kann nur hoffen, dass die Technik funktioniert, wenn es pressiert. Eine Gesellschaft ohne Bargeld wirkt irgendwie unpersönlich, fast unsympathisch.

Bankomat- und Kreditkarte

Bitte nicht falsch verstehen, ich horte mein Geld nicht unter der Matratze. Im Gegenteil, meine Bankomatkarte ist mir lieb und teuer. Und im Urlaub weiß ich die Vorteile einer Kreditkarte wahrlich zu schätzen. Dennoch sind viele Argumente der Abschaffungsbefürworter vorgeschoben; vor allem, wenn die Moralkeule geschwungen wird.

Moloch Notenbank

Wollen wir ein Tauschmittel, das sich über Jahrhunderte bewährt hat, das ein Gefühl von Freiheit vermittelt, wirklich dem Moloch Notenbank opfern? Natürlich dreht sich die Technik-Welt weiter. Wie so oft gilt aber auch bei den Zahlungsmethoden: Die Mischung macht’s.

 

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