KONSUMENT.AT - Baurecht: Hilfe, mein Nachbar baut! (Teil 1) - Alles, was Recht ist

Baurecht: Hilfe, mein Nachbar baut! (Teil 1)

Was nun?

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Konsument 11/2009 veröffentlicht: 13.10.2009

Inhalt

Alles, was Recht ist

Die Baustelle gegenüber stört Sie nicht, Sie sind selbst begeisterter Heimwerker. Aber dass nebenan fast täglich der Griller raucht, stinkt Ihnen schön langsam. Und wieso kläfft seit Wochen zwei Häuser weiter ein Hund stundenlang, und das noch nachts?

Unser neuer Ratgeber „Wenn Nachbarn nerven“ zeigt Ihnen, wie Sie sich wehren können. Viele praktische Tipps und Fallbeispiele aus der Praxis der Rechtsprechung helfen Ihnen bei der Lösung von Nachbarschaftskonflikten.

  • Die Grenzen des Eigentums: Mauern und Einfriedungen
  • Schutz vor Lärm und Gestank: eine Frage der Ortsüblichkeit
  • Zoff am Zaun: überhängende Äste, eindringende Wurzeln

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Kommentare

  • Entspricht der Realität
    von REDAKTION am 04.11.2009 um 15:21

    Viele Bauverhandlungen laufen tatsächlich so ab, wie diese Schilderung anschaulich zeigt: Anrainer, die Fragen stellen, werden rüde abgefertigt. Von ihren Rechten hören die Nachbarn praktisch nie etwas, stattdessen wird ihnen das Gefühl vermittelt, dass sie hier nichts zu plaudern hätten. Wer sich dagegen wehrt, wird als Querulant verunglimpft.

    Die im Artikel beschriebene Baustelle befindet sich in OÖ. In der dortigen Bauordnung ist – wie in allen anderen auch – genau festgelegt, wann und unter welchen Bedingungen bei einem Bauvorhaben das Nachbargrundstück benutzt werden darf. Nur wenn die nötigen Arbeiten nicht auf andere Weise oder nur unter unzumutbar hohen Kosten durchgeführt werden können, muss der Nachbar eine Benutzung seines Grundstücks dulden. Mindestens vier Wochen vorher ist er darüber zu informieren, was genau auf seinem Grund geschieht und wie lange. Nach Beendigung der Arbeiten muss der frühere Zustand soweit als möglich wiederhergestellt werden. Bleiben Schäden zurück, sind diese vom Verursacher abzugelten. Ohne vorherige Ankündigung haben Baumaschinen im nachbarlichen Rosengarten also nichts verloren.

    Dass die Durchsetzung der eigenen Rechte meistens kein Spaziergang ist, stimmt leider. Versuchen sollte man es trotzdem.

  • Sie haben kein Recht!
    von Wasis am 04.11.2009 um 09:17
    Das wurde mir bei der Bauverhandlung als direkter Nachbar von der Baubehörde mitgeteilt (es handelt sich um einen öffentlichen Bau). Ich habe dabei lediglich gefragt, ob die bisher bestehende Mauer wieder aufgebaut wird. Nein, es kommt nur ein Geländer. Zum Einreichplan: wenn ich mir wie vorgeschlagen alles kopiere und nachher ist der Bau um 1 bis 2 m höher, was ist dann? Möchten Sie den Anwälten zu mehr Geschäft verhelfen? Gestern wurde auf meinem Grund ohne zu fragen ein Bagger abgestellt. Nach Besichtigung (und Beschwichtigung) durch die Baubehörde wurde heute von meinem Grund aus gebaggert. Die Wiese ist zerstört, alles ist voller Dreck (Starkregen!). Und? Soll ich jetzt irgendwelche Eingaben machen, über die alle Beteiligten nur lachen und wo ich dann im Irrenhaus lande? Ich finde Ihren Artikel praxisfremd!