Geldanlage: Barren-Münzen

Münzhandelsgesellschaften

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KONSUMENT 3/2017 veröffentlicht: 23.02.2017

Inhalt

"Unlängst bin ich auf den Folder eines „Münz-Instituts“ gestoßen. Dort wurde eine „Barren-Münze“ angepriesen und es war die Rede von einer „Ersparnis von 70 Euro“. Bei Barren ist es doch üblich, die Goldmenge anzugeben. Was ist davon zu halten?". Leser fragen und unsere Experten antworten – hier Bernd Lausecker.

Bernd Lausecker (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Bernd
Lausecker

Münzhandelsgesellschaften, von denen mehrere am Markt aktiv sind, wenden sich nicht an Goldanleger, sondern an Münzsammler. Bei Sammlermünzen hat die Preisgestaltung keinerlei Zusammenhang mit dem Edelmetallwert der Münze, die ausgewiesene Ersparnis bezieht sich ausschließlich auf den von der Handelsgesellschaft normalerweise festgelegten Preis (nicht mit dem Edelmetallwert der Münze verwechseln!). Auch die Wertentwicklung von Sammlermünzen ist kaum vorhersagbar, deshalb sind sie nur für passionierte Sammler geeignet.

Nicht als Geldanlage

Wir können nur davor warnen, sie als Geldanlage anzusehen. Zur Geldanlage bzw. als Spekulationsobjekt auf den Edelmetallwert sind nur Goldbarren und Bullionmünzen (geprägt in hoher Stückzahl) wie der Wiener Philharmoniker geeignet. Diese kann man bei Edelmetallhändlern (Münzhändler, Ögussa, Banken) erwerben. Trotzdem empfiehlt sich vorher ein Blick auf den aktuellen Tageskurs des Edelmetalls, z.B. unter www.oegussa.at/nc/de/charts/tageskurse .


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