Gutschein statt Bargeld

Rechtliche Aspekte

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KONSUMENT 6/2017 veröffentlicht: 24.05.2017

Inhalt

"Nach dem Kauf eines Gymnastikballs kam ich zu Hause drauf, dass er deutlich von dem auf der Verpackung angegebenen Durchmesser abwich und für Erwachsene zu klein war. Meine Reklamation wird vom Händler zwar anerkannt und er stimmt einer Rücknahme zu. Er bietet mir aber kein Bargeld an, sondern nur eine Gutschrift, weil der Ball preisreduziert war. Muss ich das akzeptieren?". Leser fragen und unsere Experten antworten – hier Mag. Maria Ecker.

Maria Ecker (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Mag. Maria
Ecker

Nein! Grundsätzlich gilt: Damit eine Sache mängelfrei ist, muss sie bei Übergabe nicht nur die gewöhnlich vorausgesetzten Eigenschaften besitzen, sie muss auch den Sachbeschreibungen und den Beschreibungen in öffentlichen Äußerungen (z.B. der Werbung) entsprechen.

Gutschein muss nicht akzeptiert werden

Ist das nicht der Fall, so hat der Käufer im Rahmen der Gewährleistung Anspruch auf Austausch oder Reparatur; ist das nicht möglich, auf Preisminderung oder Wandlung (sofern der Mangel nicht geringfügig ist). Wird der Vertrag wie von Ihnen geschildert gewandelt, dann haben Sie als Käufer jedenfalls Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises in bar, ein Gutschein muss nicht akzeptiert werden.


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Kommentare

  • Gutschein
    von rugam am 25.05.2017 um 09:04
    Mein Funkkopfhörer war während der Garantie defekt und konnte nicht mehr repariert werden. Ich bekam den vollen Kaufpreis in Form eines Gutscheines zurück. Wollte keinen musste aber diese Vorgangsweise letztendlich akzeptieren. War das korrekt?
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo