Handysignatur

Per Handy aufs Amt

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KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 27.08.2015

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Wer ein Handy sein Eigen nennt, ist bereits für die digitale Unterschrift gerüstet. Die Handysignatur erleichtert nicht nur Behördenwege, sondern ermöglicht auch den Zugang zu wichtigen persönlichen Daten.

Vor zwölf Jahren richtete die Regierung die sogenannte Bürgerkarte ein, mit dem Ziel, den Behördenverkehr für die Bevölkerung einfacher zu machen. Für das konventionelle Modell, für das eine Karte (z.B. die e-card) und ein spezieller Kartenleser für den PC benötigt werden, haben sich bis dato gerade einmal 150.000 Menschen entschieden. Vielversprechender ist die digitale Signatur, auch Handysignatur genannt.

Pensionskonto, Steuererklärung, Versicherungsdaten, ...

Diese Art, sich elektronisch auszuweisen, wird schon jetzt von über einer halben Million Österreichern genutzt. Sie erledigen damit u.a. ihre Arbeitnehmerveranlagung, ihre Steuererklärung, die Abfrage von Versicherungsdaten, Einsichtnahmen ins Pensionskonto, die Beantragung des Kinderbetreuungsgeldes oder eines Strafregisterauszugs.

Unterschreiben per Handy

Die Vorgangsweise ist ähnlich wie beim E-Banking: Nach der Anmeldung mittels Zugangskennung und Passwort wird dem Anwender via SMS eine TAN (Transaktionsnummer) auf das Handy gesendet. Gibt der Nutzer den TAN-Code ein und klickt auf "Signieren", dann ist das jeweilige Dokument rechtsgültig elektronisch unterschrieben.

Um noch mehr Sicherheit zu gewährleisten, ist der Code ab dem Zeitpunkt, zu dem er am Handy einlangt, nur fünf Minuten gültig. Die Vorteile dieser Variante sind evident: Sie spart zeitintensive Behördengänge und ist dabei auch noch orts- und zeitunabhängig.

Gerätetrennung sinnvoll

Zusätzliche Hardware wie ein Kartenlesegerät oder eine speziell zu installierende Software sind nicht nötig. Nicht zuletzt sind die Formulare bei Verwendung dieser Methode gleich automatisch digitalisiert, lästiges Scannen fällt somit weg. Und schließlich wird durch die digitale Unterschrift auch noch jede Menge Papier gespart.

Grundsätzlich lässt sich das alles auf einem einzigen Gerät erledigen, sicherer ist aber – so wie beim Onlinebanking – die Trennung: Onlinezugang via Computer/Tablet, Zusendung des TANs aufs Handy.

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