Haustür versperren

OGH-Urteil

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KONSUMENT 9/2016 veröffentlicht: 25.08.2016

Inhalt

Eingangstüren zu Wohnungen oder Eigenheimen gelten nur dann als versperrt, wenn sie durch aktive Betätigung des Schließmechanismus versperrt wurden, so ein OGH-Urteil. Die Haustür bloß zuzuziehen oder ins Schloss fallen zu lassen sei nicht ausreichend und stelle eine Obliegenheitsverletzung dar. Im Fall eines Einbruchs ist die Haushaltsversicherung dann nicht leistungspflichtig.

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Kommentare

  • Gegensprechanlagen vermindern die Sicherheit...
    von NETclub50plus am 16.09.2016 um 10:35
    ... was es bei diesem Thema vielleicht anzuzmerken gilt. Seit Jahrzehnten gaukeln die Hersteller dieser Anlagen den Mietern erhöhte Sicherheit vor, das Gegenteil ist aber der Fall. Heute haben ganze Heerscharen von hausfremden Personen einen Universalschlüssel (den sich jeder für wenig Geld besorgen kann) und somit Tag UND Nacht ungehinderten Zugang zum Haus. Es sei denn, die Haustüre wurde EXTRA abgeschlossen (wie im OGH-Urteil gefordert) was aber so gut wie niemand macht, denn damit fällt ja das gleichfalls gerne angezogene Argument der Bequemlichkeit weg (man hört oder sieht, wer Einlass begehrt, und muss nur den Öffnen-Knopf drücken) beim ordnungsgemäß abgeschlossenen Eingang muss man sich erst recht auf den Weg machen, um aufzuschließen. Früher sperrte die Hausmeisterin die Eingangstür um 21 Uhr ab und da half auch kein Universalschlüssel (weil es den gar nicht gab). nur die Bewohner und ihr Umfweld hatten in der Nacht Zutritt. Österreichs Haushalte haben sich also mit einem hohen Millionenaufwand ein zusätzliches Sicherheitsrisiko erkauft. Das erinnert stark an die Verschiebung der Stichwahl zur Bundespräsisdentenwahl: Hier hätte bundesweit 5 Kilogramm UHU genügt, um das Problem aus der Welt zu schaffen (jeder Briefwähler klebt das AUSSENkuvert sicherheitshalber zu, das Wahlgeheimnis wäre davon in keiner Weise betroffen) - wir ziehen es aber auch hier in einem Fall kollektiver geistiger Umnachtung vor, völlig unnötig Millionen auszugeben. Exakt wie bei den Haus"sicherheits"anlagen ...
  • O.K.
    von Grouper am 03.09.2016 um 19:52
    Da hat s halt einer versucht und ist auf die Nase gefallen.Zu recht, wie mir scheint. Wozu gibt es ein Schloß zum - zweimal - Versperren? Bei der Gelegenheit: Fahrräder in einem von der Hausgemeinschaft zugänglichen absperrten Keller, müssen nicht nur versperrt sein, sondern angekettet, so daß man sie nicht abgesperrt davontragen kann. Sonst gibt s auch kein Geld von der Hausratsversicherung.
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