KONSUMENT.AT - Immobilienverkauf - Berechnungsbeispiel Neufall

Immobilienverkauf

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KONSUMENT 8/2013 veröffentlicht: 25.07.2013

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Berechnungsbeispiel Neufall

Beispiel: Frau X. hat im März 2007 eine Eigentumswohnung gekauft. Der Kaufpreis machte samt Nebenkosten 150.000 Euro aus. Frau X. ließ die Wohnung komplett neu ausmalen und den Parkettboden abschleifen. Im März 2014 verkauft sie die Wohnung zum Kaufpreis von 175.000 Euro weiter. Die Wohnung war durchgehend vermietet. Für die Berechnung und Ablieferung der ImmoESt muss sie dem Vertragserrichter (Notar) 600 Euro Honorar bezahlen.

Kein Befreiungsgrund

Ein Befreiungsgrund liegt nicht vor, weil die Wohnung Frau X. nicht als Hauptwohnsitz gedient hat. Die Kosten für das Ausmalen und Abschleifen des Bodens gelten nicht als werterhöhende Investitionen und bleiben unberücksichtigt. Ein "Inflationsabschlag" kommt auch nicht in Betracht, weil Frau X. die Wohnung nur sieben Jahre lang besessen hat.

6.100 Euro ImmoESt

Vom Verkaufserlös (175.000 Euro) sind daher die Anschaffungskosten (150.000 Euro) und das Honorar des Vertragserrichters (600 Euro) in Abzug zu bringen. Die Bemessungsgrundlage beträgt also 24.400 Euro. Frau X. hat in unserem Beispiel 6.100 Euro (25 % der Bemessungsgrundlage) an ImmoESt zu bezahlen. Der Vertragserrichter zieht diesen Betrag vereinbarungsgemäß von der Kaufsumme ab, die der Käufer bei ihm hinterlegt hat, und überweist die ImmoESt ans Finanzamt.

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