Immobilien als Geldanlage: Fonds, Aktien, Wohnungen

Die Rechnung geht nicht immer auf

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KONSUMENT 11/2012 veröffentlicht: 25.10.2012, aktualisiert: 24.01.2013

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Häuser, Eigentumswohnungen, Grund und Boden gelten seit jeher als stabile, wertsichernde Anlageform. Aber weder auf dem Umweg über Wertpapiere noch durch den Kauf einer Immobilie ist der Inflations­schutz garantiert, geschweige denn eine Rendite.

Für den eigenen Wohnbedarf ist vorgesorgt und daneben gibt es bereits die gesamte ­Palette an kurz- und längerfristigen Veranlagungen, vielleicht auch die eine oder andere Goldmünze oder sonstige Sachwerte.

Haus als Geldanlage

Dann drängt sich in unsicheren Niedrigzins-Zeiten wie heute rasch einmal die Überlegung in den Vordergrund, ob es nicht sinnvoll ­wäre, ein ablaufendes Sparbuch, einen Fonds oder eine kleine Erbschaft in Immobilien zu stecken: also ein Haus kaufen, eine Eigentumswohnung kaufen oder ein Grundstück. Das wäre eine sichere Bank, denn auch wenn man davon nicht abbeißen kann, bleibt im Fall des Falles ein realer Wert übrig – oder doch nicht?

Immofonds: geringer Ertrag

Es kommt drauf an, wie Sie in Immobilien inves­tieren und in welche. Die einfachste Form bieten Immobilienfonds. Durch einen größeren Einmalerlag oder durch monatliches Ansparen über einen Fondssparplan kann man sich an so einem Investmentfonds beteiligen, der in mehrere Immobilien in bestimmten oder unterschiedlichen Regionen investiert ist.

Geldanlage in Immobilien

Natürlich sollte man sich vor Abschluss über die bisherige Performance des ins Auge gefassten Fonds und dessen Anlageschwerpunkte informieren. Es kann auch nicht schaden, via Medien über die aktuellen und prognostizierten Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt auf dem Laufenden zu bleiben: etwa Stadtentwicklung, Miet- und Kaufpreistendenzen, regionale Aus­sichten usw.

Fondsanteile wieder verkaufen

Sonst ist hier aber keinerlei Know-how erforderlich; und falls es mit dem Geld unerwartet knapp werden sollte, kann man die Fondsanteile jederzeit wieder abstoßen – bei ­ungünstiger Kapitalmarktlage vielleicht mit einem geringen Verlust, aber immerhin. Dem geringen Aufwand und Risiko steht ­natürlich ein eher bescheidener Ertrag ­gegenüber, der recht maßgeblich vom Geschick der Fondsmanager und den allgemeinen Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt (Stichwörter „Wirtschaftskrise“, „Immobilienblase“) abhängt.

Immobilienaktien: mehr Ertrag?

Immobilienaktien versprechen etwas mehr Ertrag als Immo-Fonds – allerdings mit einem vielfach höheren Risiko. Denn ob es mit den Kursen dieser Geldanlage steil bergauf oder bergab geht, hängt mit vielem zusammen, am wenigsten aber mit der Wertentwicklung der Immobilien.

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Kommentare

  • Erläuterung zur Renditeberechnung
    von REDAKTION am 26.11.2012 um 14:47
    Die Bruttorendite errechnet sich aus dem Verhältnis von durchschnittlichem Kaufpreis je Quadratmeter und dem erzielbaren durchschnittlichen Mietpreis je Quadratmeter von über 5.000 Immobilienangeboten und stellt einen entsprechenden Durchschnittswert dar, der hier in Prozent ausgedrückt ist. Danach ist zu berücksichtigen, dass bei der Wohnung Reparaturarbeiten oder nach längerer Zeit auch Sanierungen notwendig werden. Hier haben wir sehr vorsichtig etwa 1,1 % pro Jahr angesetzt. Oder anders ausgedrückt eine Investition zur Wiederherstellung in Höhe des Kaufpreises innerhalb 90 Jahren (Reparaturen und Sanierungen). Sollte für den Kauf der zu vermietenden Wohnung ein Kredit benötigt werden, muss die Zinsbelastung durch den Mieterlös gedeckt werden. Diese schmälert den Ertrag der Wohnung je nach Höhe des Darlehens (in unserem Beispiel 60% des Kaufes über Kredit) ebenfalls. Dabei handelt es sich natürlich um statistische Durchschnittswerte. Eine Abweichung in individuellen Einzelfällen ist natürlich möglich. Genausowenig kann zum heutigen Zeitpunkt die künftige Inflation oder die Wertentwicklung je nach Lage der Immobilie kalkuliert werden. Daher haben wir uns ausschließlich auf die aktuellen Werte bezogen. Ihr KONSUMENT-Team
  • bitte um Erklärung. dies ist nicht NACHVOLLZIEHBAR
    von andreas.tobler am 21.11.2012 um 14:13
    "Bruttorendite zwischen 2 und 4,7 Prozent Wir haben anhand von Durchschnittswerten sowohl bei Eigentum als auch bei Miet­objekten eine Bruttorendite zwischen 2 und 4,7 Prozent errechnet – also noch vor Abzug der Steuer, die für Mieterträge anfällt. Wird davon auch noch ein Durchschnittswert für Rücklagen, Sanierungs- und werterhaltende Maßnahmen abgezogen, liegt die realis­tischere Rendite-Bandbreite nur noch bei 0,86 bis 3,62 Prozent. Muss für den Kauf der Immobilie ein Kredit in Anspruch genommen werden, schmälert das den Ertrag noch einmal kräftig: Bei einem wirklich günstigen Zinssatz von 2,5 Prozent wie derzeit ver­ringert sich die Rendite bei einer 60-prozentigen Fremdfinanzierung um 1,5 Prozent (2,5 mal 0,6 = 1,5 Prozent). Das ergibt bei unserem Durchschnittsbeispiel eine Rendite von –0,64 bis 2,12 Prozent."
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