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Investmentfondsgesetz

Spesen-Klarheit

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Konsument 3/2004 veröffentlicht: 18.02.2004

Inhalt

Kleine PTR, geringe Spesen

Damit auch die Kosten für die laufenden Umschichtungen im Fondsvermögen Berücksichtigung finden, wird laut Auskunft der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) als weitere Kennzahl auf allen Prospekten in Hinkunft auch die Ziffer PTR (Portfolio Turnover Ratio) zu finden sein. Je näher die PTR bei Null ist, um so geringer sind diese Kosten. Damit gibt es eine echte Entscheidungshilfe für Anleger. Bisher wurde in Werbeaussagen allein die Performance in den Vordergrund gestellt. Mithilfe der neuen Kennzahlen können die Kosten besser als bisher verglichen werden – was auch für Kapitalanlagegesellschaften ein Anreiz zur Kostenminimierung sein könnte.

Hedgefonds zugelassen

Die Novelle bringt aber nicht nur für die Anleger Verbesserungen, auch die Fondsgesellschaften profitieren. Sie können künftig auch Cashfonds (für kurzfristige Veranlagung etwa als Alternative zum Sparbuch), Indexfonds (an Börsenindizes gebundene Fonds) oder Hedgefonds (hauptsächlich investieren sie in hochriskante Futures oder Optionen) auflegen.

Es gibt auch keine Unterscheidung in Dachfonds (die in andere Fonds investieren) und „Einzeltitelfonds“ mehr. Dachfonds können ab sofort statt ausschließlich in Fonds auch in Einzeltitel investieren, „Einzeltitelfonds“ auch in andere Fonds.

Schattenseite der neuen Produktvielfalt ist das höhere Risiko, das durch die Anlagemöglichkeiten (insbesondere mit spekulativen Derivaten) entstehen kann. Damit das Risiko festgelegte Bandbreiten nicht übersteigt, wurden die Fonds zu eigenen Risikomanagementsystemen verpflichtet. Darüber muss dem Anleger auf Anfrage auch nähere Auskunft gegeben werden.

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