Kryptowährung OneCoin

Vor- und Nachteile

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KONSUMENT 5/2016 veröffentlicht: 28.04.2016

Inhalt

"Ein Freund möchte, dass ich mich bei OneCoin anmelde, aber ich bin sehr unsicher, was ich davon halten soll. Haben Sie Informationen zu dieser Firma?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort – hier Bernd Lausecker.

Bernd Lausecker (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Bernd
Lausecker

Digitales Zahlungsmittel

OneCoin ist nicht nur der Firmenname, es handelt sich auch um eine Kryptowährung. Am bekanntesten (positiv wie negativ) ist in diesem Bereich wohl Bitcoin. Kurz gesagt stellt dies den Versuch dar, von den Notenbanken unabhängige Währungen zu schaffen. Sie basieren meist auf technischen Algorithmen und werden über sogenannte Wallets (digitale Brieftaschen) verwaltet und transferiert. Diese Währungen müssen erst erzeugt (berechnet) werden.

Ähnlich einem Pyramidensystem

Die Nachteile sind schnell genannt: mangelnde Akzeptanz, geringe Wertstabilität und hohe spekulative Risiken. Bei OneCoin kommt das Problem hinzu, dass die Vertriebsseite (dort unter dem Begriff Networkmarketing, was nichts anderes bedeutet als: „Wirb deine Freunde und Bekannten an“) sehr an ein Pyramidensystem erinnert. Dabei profitierern immer nur jene Personen, die in der Hierarchie weit oben stehen. Die Währung ist noch nicht einmal frei handelbar und alles, was es bisher gibt, sind Versprechungen.

Insgesamt halten wir die Sache auf den ersten Blick für bedenklich und ungeeignet als Geldanlage oder Investition.


Hier finden Sie mehr unserer Tipps nonstop.

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