KONSUMENT.AT - Versicherungen für Skifahrer - Unfallversicherung ist sinnvoll

Versicherungen für Skifahrer

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Konsument 11/2010 veröffentlicht: 12.10.2010

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Haftpflichtversicherung ratsam

Auch wer Vorsicht walten lässt, kann einen Unfall verursachen, für dessen finan­zielle Folgen er oder sie dann aufkommen muss.

Diese Haftung kann bei Personen­schäden existenzbedrohende Ausmaße ha­ben, etwa wenn nach einem Zusammenstoß einer der beiden Skifahrer behindert bleibt und der andere den Lebensunterhalt für ihn aus der eigenen Tasche bestreiten muss. Eine Haftpflichtversicherung ist für Ski­sportler und Snowboarder daher unbe­dingt anzuraten.

Die Privathaftpflichtversicherung ist hier­zulande fast immer mit einer Haushaltsver­sicherung kombiniert, kann aber auf Wunsch auch separat abgeschlossen wer­den und leistet dann, wenn die versicher­ten Personen unbeabsichtigt Schäden ver­ursachen. Kinder sind bis zum 18. Lebens­jahr, manchmal auch bis 19 automatisch mitversichert.

Unfallversicherung sinnvoll

Nach einem Beinbruch oder anderen Blessuren übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Spital, Arzt und Rehabilitation. Nicht gedeckt sind aber die Folgekosten, wenn man beispielsweise wegen dauerhafter Behinderung seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Und was leider zu wenig bekannt ist: Für die Kosten, die anfallen, wenn ein Sportler im alpinen Gelände geborgen werden muss, kommt die gesetzliche Sozialversicherung nicht auf! Daher stellt die private Unfallversicherung eine wichtige Ergänzung zur staatlichen Unfallund Krankenversicherung dar.

Versicherungssumme bei Invalidität

Vor Abschluss des Vertrages sollte klar sein, welche Summe bei einer dauerhaften, vollständigen Invalidität nötig ist, um keine finanziellen Einbußen zu erleiden. Schwere Invaliditätsgrade sollten daher durch eine möglichst hohe Progression gedeckt werden. Hohe Progression bedeutet, dass die Leistung umso höher liegt, je höher der Grad der Invalidität ist. Dazu haben wir folgende Faustregel: Die Versicherungssumme sollte bei einer Progression von zumindest 400 Prozent das Zwei- bis Dreifache des Bruttojahreseinkommens betragen.

Versicherungen sollte man abschließen, wenn existenzbedrohende Risiken abzufedern sind. Sicher zählen Folgekosten für eigene oder selbst verursachte Unfallschäden dazu. Demgegenüber lässt sich der Verlust der Ski, auch wenn sie neu waren, relativ leicht verschmerzen

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Kommentare

  • Verpflichtende Haftpflichtversicherung für ALLE Skifahrer!
    von escargot am 10.01.2011 um 18:59
    Da es immer wieder vorkommt, dass SkifahrerInnen nach einem Zusammenstoß mit anderen sich verbotenerweise einfach "aus dem Staub machen" und den/die Verletzte(n) aus Angst vor den oft nicht unerheblichen Folgen (z.B. Anzeige wegen Körperverletzung!) einfach im Schnee liegen lassen, wäre es höchste Zeit, dass VERPFLICHTEND mit Kauf einer Liftkarte eine Haftpflichtversicherung abzuschließen ist! Das würde einen wenigtens vor den Folgekosten eines solchen Unfalls schützen (analog zu einer Auto-Haftpflichtversicherung)!
  • Unfallversicherung sinnvoll!?
    von LichtenöckerA am 21.10.2010 um 13:54
    Bin der Meinung, daß eine private Unfallversicherung genauso "nötig" ist wie die private Haftpflichtversicherung. Im Falle eines Freizeitunfalles, kann eine Unfallinvalidität mit schweren Ausmaßen eine EXISTENZBEDROHUNG darstellen (laufende Fixkosten, Einkommensverluste, Umbauten im Wohnbereich, verbesserte Heilbehelfe, private Therapien etc.etc.etc.). Also aus meiner Sicht sollte man "sinnvoll" auf "nötig" ändern! mfg A.L.