KONSUMENT.AT - VKI-Finanzierung: 70 Prozent selbst erwirtschaftet - VKI: unabhängiger Konsumentenschutz in Österreich

VKI-Finanzierung: 70 Prozent selbst erwirtschaftet

Kommentar von Gernot Schönfeldinger

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KONSUMENT 2/2020 veröffentlicht: 30.01.2020

Inhalt

Eine starke Medienpräsenz des VKI ist nichts Neues. Weniger glücklich sind wir, wenn nicht die Arbeit des VKI im Mittelpunkt der Berichterstattung steht, sondern wie in den letzten Wochen das Thema der Finanzierung. 

VKI-Experte Gernot Schönfeldinger Kompetente Auskunft

Im Zusammenhang mit unserer Test- und Beratungstätigkeit sind wir Redakteure sowie etliche unserer Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bereichen beispielsweise immer wieder in der TV-Sendung „ konkret“ zu Gast, stehen für Radiointerviews zur Verfügung, werden in Zeitungsartikeln zitiert. Nicht, weil wir uns in den Vordergrund drängen, sondern weil die Medienvertreter wissen, dass wir zu jenen Themen, die wir mit unserer Tätigkeit abdecken, seriös und kompetent Auskunft geben können.

Unabhängiger Konsumentenschutz in Österreich

In den letzten Wochen stand nicht die Arbeit des VKI im Mittelpunkt der Berichterstattung, sondern  das Thema der Finanzierung. Was dabei meist untergeht, ist die Tatsache, dass wir als „gemeinnützige, nicht auf Gewinn zielende Verbraucherorganisation“, wie es in unseren Vereinsstatuten formuliert ist, 70 Prozent unseres Budgets selbst erwirtschaften! Unsere Erlöse stammen aus den KONSUMENT- Abos, aus Buchverkäufen, aus Gemeinschaftsaktionen wie dem Energiekosten-Stop, aus Beratungsleistungen sowie aus Sammelaktionen und -klagen. Sie stammen also von all jenen, die sich vertrauensvoll an uns wenden, weil sie sich informieren möchten, weil sie Rat und Hilfe brauchen, weil sie persönlich von unserer Arbeit profitieren möchten oder weil es ihnen einfach ein Anliegen ist, den unabhängigen Konsumentenschutz in Österreich zu unterstützen.

Danke an unsere Leser

Mit dieser Begründung hat vor Kurzem eine langjährige Leserin die Kündigung ihres Abos zurückgezogen. Zwei weitere Leser haben zwar die leider notwendig gewordene Abopreiserhöhung des Vorjahres kritisiert, im selben Atemzug aber Verständnis gezeigt und gesagt, dass sie uns selbstverständlich weiterhin treu bleiben. Angesichts dessen möchten wir uns bei Ihnen allen herzlich bedanken. Und wir möchten betonen, dass es an uns nicht scheitern wird, dass der VKI als eine Säule des heimischen Konsumentenschutzes auch im 59. Jahr seines Bestehens sehr aktiv und präsent ist.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Gernot Schönfeldinger | Chef vom Dienst
E-Mail: gschoenfeldinger@konsument.at
Testmagazin KONSUMENT
Linke Wienzeile 18,
1060 Wien

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Kommentare

  • Mindestens im Ausmaß wie militärischen Schutz brauchen wir aber den Konsumentenschutz
    von good vibrations am 02.02.2020 um 10:15
    Er ist in Zeiten wie diesen noch wichtiger wie früher und mindestens so systemrelevant wie Kapital-, Auto-, Agrar-, Pharma- u. Gesundheits-Industrie oder das Militär. Wir alle sind Konsumenten und müssen vor den Auswüchsen des Kaputtalismus bzw. der Heuschreckenwirtschaft, die Mensch und Umwelt oft sinnlos mit auf Kurzlebigkeit getrimmten Produkten ausbeutet, geschützt werden.
    Mit dem Preis eines Teuro-Fighters wäre Konsument vermutlich 10 Jahre oder mehr (50 Jahre, wenn man die Infrastruktur dazurechnet) gesichert.
    Wir Konsumenten haben die Auto-Industrie seinerzeit mit viel Geld gerettet – dafür werden wir jetzt mit gefakten Produkten betrogen und Innovationen werden hintangehalten: e-Autos werden nicht in ein Akku-Tauschsystem eingebettet, sondern wieder kaputtalistisch mit eigenem Akku! was den Konsumentennutzen – speziell in der Großstadt und auf Langstrecke - sehr einschränkt und zudem das Risiko bei ihm lässt. Zudem wird Lithium extrem umweltschädlich in einer sensiblen Gegend gewonnen, was wirklich nicht sein müßte, würde man alleine das Wasser im Kreislauf führen!
    Wir haben die Banken gerettet, dafür werden ihnen zwei Billionen hinten reingeblasen – macht ca. 10000 € Mehrbelastung für jeden Arbeitenden und Zinsen gibt’s obendrein keine, den arbeitsfreien! Profit haben aber Aktionäre, „Anleger“, „Investoren“, Spekulanten und Überreiche.
    Wir stützen die Agrar-Industrie, dafür bekommen wir z.B. Fake-Erdbeerjoghurt, wo keine Erdbeere drinnen ist oder mit Antibiotika und Soja gemästetes Schweinefleisch oder Palmölprodukte, aus Plantagen, wo vorher viele Menschen vertrieben wurden und dann als Arbeitssklaven wieder arbeiten müssen.
    Wir werden von der Gesundheitsindustrie wie Rohstoff in der Wurstfabrik gesehen, das ist menschenunwürdig und obendrein wird zu wenig geforscht. Alte Medikamente werden neu und in kleineren Verpackungen aber zum selben Preis verkauft etc. was das allgemeine Gesundheitssystem schwächt ...
    Also Aufruf an die Politik: nicht kaputtsparen sondern Konsumentenschutz stärken und ausbauen!!!