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Ärzte-Test: Wartezeit bei Facharztterminen

Kurz und schmerzlos

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Konsument 2/2008 veröffentlicht: 16.01.2008

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Augen- und HNO-Ärzte, Gynäkologen

Bei den Augenärzten erfolgte in fast allen Fällen eine Terminvergabe am selben Tag. Dabei wurden unsere Testpersonen allerdings mehrfach darauf hingewiesen, dass sie mit längeren Wartezeiten in der Ordination rechnen müssten.

Auch bei den Gynäkologen erfolgte eine rasche Terminvergabe. In der Ordination von Dr. Elmar Kienel (Imst/T) erhielt der Kassenpatient keinen Termin und wurde mit der Bemerkung vertröstet, er könne sich im November wieder melden (der Anruf erfolgte am 15. Oktober) und möge sich doch jetzt woanders helfen lassen. Dieses Vorgehen erscheint im Zusammenhang mit einem Akutfall unverständlich.

Im Bereich Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten konstatierten wir ebenfalls eine rasche Terminvergabe. In der Ordination von Dr. Josef Schlömicher-Thier (Neumarkt am Wallersee/Sbg.) erwirkten beide Testpersonen auf Nachfrage einen früheren Termin. Die Wartezeit halbierte sich von sechs auf drei Tage. Bei Dr. Claudia Zoissl-Rath (St. Pölten) wurde der Krankenkassenpatient bevorzugt behandelt und der Privatpatient an einen anderen Arzt verwiesen.

Dermatologen und Internisten

Keine Veränderung brachte die Bitte um einen früheren Termin bei den Fachärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten. In den Ordinationen von Dr. Elke Spreizer (Fürstenfeld/Stmk.) und Dr. Manfred Postl (Stockerau/NÖ) erhielt jeweils nur der Kassenpatient einen Termin, der Privatzahler wurde an einen anderen Arzt verwiesen. Bei Dr. Udo Längle (Dornbirn/Vbg.) hätte der Kassenpatient 38 Tage auf einen Termin warten müssen, der privat versicherte Tester hingegen nur 3 Tage – eine deutliche Bevorzugung. Angesichts der angegebenen Symptome (Jucken, plötzlich aufgetretene große und juckende Flecken im Brust- und Rückenbereich) erscheint uns eine Wartezeit von 38 Tagen unverantwortlich.

Die Internisten vergaben in vier Fällen unterschiedliche Termine für Privat- und Kassenpatienten, wobei Letztere drei Mal den Vorzug erhielten (Dr. Diana Skok/Wien, Dr. Josef Doblhofer/Grieskirchen OÖ und Dr. Hartmut Maggauer/Wolfsberg, Ktn.). In der Ordination von Dr. Ewald Knöbl (Graz) wurde sowohl dem zuerst anrufenden Krankenkassenversicherten als auch dem Privatzahler eine neuntägige Wartezeit zugemutet. Die Frage nach einem früheren Zeitpunkt brachte für den Privatpatienten eine Verbesserung um sieben auf zwei Tage, eine eindeutige Bevorzugung gegenüber dem Kassenpatienten. Bei Dr. Josef Doblhofer verkürzte sich die ursprünglich siebentägige Wartezeit für den Privatzahler durch Nachfrage auf drei Tage.

 

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