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Ärzte-Test: Wartezeit bei Facharztterminen

Kurz und schmerzlos

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Konsument 2/2008 veröffentlicht: 16.01.2008

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Längste Wartezeit: 42 Tage

Die längste Wartezeit im gesamten Test verzeichneten wir bei Dr. Christoph Reinhart (Wien). Beide Testpersonen hätten hier 42 Tage auf ihren Untersuchungstermin warten müssen. Bei den geschilderten, auf eine Gastritis hindeutenden Symptomen (Unwohlsein nach dem Essen, Brennen in der Magengegend) ist dies nicht zumutbar.

Zu keiner Terminvergabe kam es bei Dr. Wolfgang Schur (Salzburg), wo beide Testpersonen an den praktischen Arzt verwiesen wurden. Ebenfalls keinen Termin gab es bei Dr. Rudolf Lorenz Sprenger (Feldkirch). Hier wurden die Testpersonen darauf aufmerksam gemacht, dass sie vor einer Untersuchung eine Überweisung vom praktischen Arzt benötigten. Dies ist nicht korrekt, da der Patient seit Einführung der e-card pro Quartal drei Fachärzte aufsuchen kann, erst beim vierten Facharzt ist eine Überweisung vom Allgemeinmediziner notwendig.


Kinderärzte und Orthopäden

Die Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde schnitten im Test sehr gut ab. In acht Fällen kam es zu einer Terminvergabe am selben Tag, ein Mal hätten unsere Tester einen Tag warten müssen. Nur bei Dr. Sonja Shukry-Schulz (Schwechat) bissen sie auf Granit. Die Ordinationshilfe erkundigte sich nach dem bisherigen Kinderarzt und unsere Tester wurden ohne weitere Begründung an diesen verwiesen. Ein solches Vorgehen finden wir befremdlich, da ein Patient vermutlich gute Gründe dafür hat, sich einen neuen Arzt zu suchen. Ein Zurückverweisen an die ehemalige Ordination schränkt unserer Meinung nach die freie Arztwahl ein.

Auch bei den Orthopäden wurden unsere von starken Ischiasbeschwerden geplagten Tester mit ihrer Bitte um einen raschen Untersuchungstermin meistens erhört. Bei Dr. Wolfgang Sterzinger (Innsbruck) hätten die Patienten fünf bzw. zwei Tage warten müssen. In der Ordination von Prim. Dir. Dr. Michael Vitek (Wien) wurde dem Krankenkassenversicherten ein Termin in einer Woche angeboten. Der Privatpatient erhielt hier gar keinen Termin sondern die Information, sich an eine Ambulanz zu wenden. Bei Dr. Sibylle Wöss-Siegel (St. Pölten) wurden beide Patienten mit der Begründung, man nehme keine neuen Patienten an, an Fachkollegen verwiesen.

Urologen und Zahnärzte

Nur kurze Wartezeiten mussten unsere Tester bei den Urologen in Kauf nehmen. Bis auf Univ.Prof. Dr. Gero Hohlbrugger haben alle Termine für denselben bzw. den folgenden Tag vergeben. Bei den Zahnärzten ergaben sich bei Dr. Margit Krismer-John (Telfs/T) sowie bei Dr. Werner Apprich (Neumarkt am Wallersee/Sbg.) längere Wartezeiten (3 bis 7 Tage). Dr. Maria Danhel-Mayerhauser (Schörfling/OÖ) verwies unsere Tester an den bisherigen Zahnarzt. Wir sehen darin ebenfalls einen Widerspruch zum Recht auf freie Arztwahl.

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