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Gesund Leben: Umgang mit Medikamenten

Richtige Aufbewahrung

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Konsument 8/2005 veröffentlicht: 18.07.2005

Inhalt

Aufbewahrung

Beachten Sie besondere Lagervorschriften auf der Packung. Prinzipiell sollten Arzneimittel trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden – also in der Originalpackung und nicht in Bad oder Küche. Fläschchen, Röhrchen und Döschen immer fest verschließen. Die Hausapotheke sollte versperrt und vor dem Zugriff durch Kinderhände gesichert sein. Medikamente nie frei herumliegen lassen. Nicht im Dunkeln nach einer Arzneipackung greifen, es könnte die falsche sein!

Weitere wichtige Tipps

Notieren Sie auf jeder Packung, zu welchem Datum, für wen und bei welcher Krankheit das Mittel verschrieben wurde. Nehmen Sie nie ein Mittel, das anderen Familienmitgliedern verschrieben wurde. Wenn es denen geholfen hat muss das nicht bedeuten, dass es auch Ihre Beschwerden bessert. Bewahren Sie die Medizin immer gemeinsam mit dem Beipackzettel auf, auf dem Sie auch das Ablaufdatum notiert haben, falls Sie die Verpackung entfernen.

Wenden Sie Arzneimittel niemals über die Ablauffrist hinaus an. Ist für ein Medikament Kühlung notwendig, sollte die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen werden, insbesondere bei Impfstoffen. Misten Sie die Hausapotheke einmal jährlich aus: Reste in die Apotheke oder zum Sondermüll tragen.

Auf Reisen

Hier sind Tabletten oder Dragees günstiger als Tropfen – Fläschchen können brechen. Für tropische Regionen sind unsere Arzneimittel nicht konzipiert, Zäpfchen können schmelzen, Cremen ranzig werden. Salben sind weniger anfällig. Hitze setzt auch Dosieraerosolen und Arzneipflastern zu. Nach der Rückkehr aus tropischen Regionen: Medikamente entsorgen! Auf Flugreisen gehören Medikamente in die Kabine. Im Frachtraum entsteht bei großer Flughöhe Unterdruck und Frost. Durch Gefrieren werden Arzneistoffe zerstört. Insulin nie unter + 8 ºC kühlen.

Achtung Zeitverschiebung!

Bei Fernreisen sollte man die Zeitverschiebung einkalkulieren: Soll etwa die Wirksamkeit der „Minipille“ erhalten bleiben, darf die Einnahmezeit nicht mehr als drei Stunden verschoben werden.

Ärztliche Beratung: Dr. Erika Trappl

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