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Medikamente: Imodium Kapseln

Bei akutem Durchfall

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KONSUMENT 4/2013 veröffentlicht: 21.03.2013

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Geeignet bei akutem Durchfall zur kurzzeitigen Anwendung. Der enthaltene Wirkstoff Loperamidhydrochlorid

Imodium Kapseln 2 mg; Bild: VKI/E. Würth 

gehört zu den opiumähnlichen Substanzen (Opioide). Im Gegensatz zu den in der Schmerztherapie eingesetzten Opioiden wirkt Loperamid im Darm und sehr gering im zentralen Nervensystem und hat somit keine schmerzstillenden Eigenschaften. Bei Durchfall wird der lähmende Effekt von Opioiden auf die glatte Muskulatur des Darmes genutzt. Darmbewegungen werden stark gehemmt, Krämpfe treten nicht mehr auf. Das hat allerdings auch Nachteile. Imodium bekämpft nicht die Ursachen des Durchfalls.

Ist eine Infektion mit Viren oder Bakterien, die giftige Stoffwechselprodukte abgeben, der Auslöser, bleiben Keime und deren schädliche Stoffe länger im Darm und können stärker wirken. Aus diesem Grund sollten Imodium Kapseln nur kurzfristig angewendet werden, wenn der Durchfall von starken Darmkrämpfen begleitet ist.

Präparat: Imodium Kapseln 2 mg Wirkstoff: Loperamidhydrochlorid Preis: 10 Stück/20 Stück 4,55/6,95 Euro

Anwendung: Eine Kapsel einnehmen, danach eine weitere Kapsel nach jedem ungeformten Stuhl; pro Tag nicht mehr als 8 Milligramm (4 Kapseln). Einnahmedauer maximal zwei Tage. Darüber hinaus nur nach ärztlicher Verordnung und unter ärztlicher Verlaufskontrolle.

Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen: Nicht angewandt sollte das Präparat werden, wenn der Bauch aufgebläht ist und sich hart anfühlt sowie bei Fieber über 38,5 Grad Celsius und/oder Blut im Stuhl (es könnte sich dann um eine schwere bakterielle Infektion handeln, die anders behandelt werden muss). Ebenfalls nicht einnehmen bei Durchfall, der auf eine Infektion mit Salmonellen oder Shigellen (Ruhr-Erreger) zurückzuführen ist. Durch die Ruhigstellung des Darms könnten die Bakterien in die Darmwand eindringen und schwere Entzündungen verursachen.

Bei einer chronischen Darmerkrankung sollte ein Arzt Nutzen und Risiken der Anwendung von Loperamid sorgfältig abwägen, gleiches gilt bei eingeschränkter Leberfunktion. Das Arzneimittel kann vor allem dann auch die Fahrtüchtigkeit beinträchtigen. In seltenen Fällen kann das Mittel eine allergische Reaktion (gerötete, juckende Haut) auslösen, dann sollte man es sofort absetzen und einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn Übelkeit und Bauchkrämpfe auftreten und länger anhalten (Verdacht auf Darmlähmung). Tritt nach der Einnahme eine Verstopfung auf, kann dies ein Hinweis auf eine Überdosierung sein. Dann sollten Sie Imodium ebenfalls sofort absetzen, um einen Darmverschluss zu vermeiden.

Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit: Kinder unter 12 Jahren dürfen Imodium Kapseln nicht einnehmen. Über die Risiken einer Anwendung während der Schwangerschaft gibt es keine Erkenntnisse. Sicherheitshalber sollte das Mittel daher nicht angewendet werden. In der Stillzeit darf Loperamid nicht eingenommen werden, weil es in die Muttermilch übergeht.

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