KONSUMENT.AT - Reisemedizinische Beratung - So haben wir getestet

Reisemedizinische Beratung

Zielgenau gespart

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Konsument 2/2005 veröffentlicht: 13.01.2005

Inhalt

So haben wir getestet

Im Internet haben wir nach reisemedizinischen Zentren in Österreich gesucht. 11 Zentren wurden ausgewählt, wobei 5 in Wien und 6 in den Bundesländern ausgesucht wurden. Wenn möglich, wurden private Einrichtungen den öffentlichen Einrichtungen vorgezogen, da davon ausgegangen werden kann, dass private Einrichtungen einen höheren Werbeeinsatz zeigen und somit für Konsumenten vorrangig sind. Welche Zentren ausgewählt wurden, haben wir unserem Experten bis zur Publikation nicht bekannt gegeben.

Das Risiko macht den Unterschied

Es wurden 2 Reiseszenarien (Low Risk, High Risk) entwickelt. Dabei wurde sowohl die Reisedauer, Reisezeit, Reiseart und besondere Bedürfnisse der Testpersonen sowie der bestehende Impfschutz exakt definiert. Jedes Institut wurde von beiden Testpersonen besucht. Testperson A (Low-Risk) suchte als junge Mutter mit Kind Beratung für einen zweiwöchigen Cluburlaub mit organisierten Tagesausflügen auf der Insel Koh Samui in Thailand. Testperson B, ein junger Mann, plante zusammen mit einem Freund eine Rucksacktour für 4 Monate durch Mozambique, Zimbabwe, Tansania, Uganda und Kenia mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Übernachtungen in einfachen Herbergen (High-Risk).

Beurteilung durch die Tester

Die Testpersonen haben gleich nach dem Besuch der Zentren ihre Eindrücke auf den für diesen Test entwickelten Fragebögen eingetragen. Die Tester beurteilten die telefonischen Auskünfte, Eindruck des Wartebereichs, aufliegende Broschüren sowie Vorerhebung des Arztes über die Reise  sowie die die Verständlichkeit der ärztlichen Informationen für Laien. Ebenso wurden die empfohlenen Impfungen und die Impfpreise vermerkt.

Experte wusste nicht, wen er beurteilt 

Nach der Erhebung wurden dem Experten die Reiseszenarien vorgelegt, aufgrund derer er eine Impfempfehlung unter Berücksichtigung des vorab definierten Impfschutzes erstellte. Der Experte wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, welche Impfungen in den getesteten Zentren empfohlen wurde: Für Testperson A hat der uns unterstützende Experte folgende Impfungen als nötig erachtet: Hepatitis A und B (bzw. Kombinationsimpfstoff A+B), Typhus und Polio.

Für unsere Rucksacktouristen hat der Experte Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Gelbfieber empfohlen. Vom Experten wurde ein "Notenschlüssel" erstellt:  Wurde zum Beispiel der Thailandreisenden eine Japan-B-Encephalitis-Impfung nicht empfohlen, entsprach dies der Schulnote 1, wurde sie empfohlen, entsprach dies der Schulnote 3. Wurde Tetanus nicht empfohlen, entsprach dies Note 1 (Im Testszenarion war definiert worden, dass ein Impfschutz besteht). Wurde diese Impfung dennoch empfohlen entsprach dies Note 5.

Als Grundlage dieser Benotung zugen wir die geltenden Richtlinien der WHO bzw. des CDC (Center of Disease Control: US Behörde) heran. Wir haben den Notenschlüssel in Folge ohne Einflussnahme des Experten auf die Testerhebungen angewendet.

Zuviel bezahlt

Die Kosten der vom Institut empfohlenen Impfungen wurden den Kosten des vom VKI-Experten empfohlenen Impfprogramms gegenübergestellt. Als Überempfehlung wurden jene Impfungen betrachtet, die laut Expertenurteil nicht unbedingt für unsere Reiseszenarien notwendig wären. Dabei wurden immer jene Impfpreise zur Berechnung herangezogen, die und vom jeweiligen Reisemedizinischem Zentrum genannt wurden.

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