Röntgen, Schall & Co

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KONSUMENT 11/2015 veröffentlicht: 29.10.2015

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Um eine Krankheit diagnostizieren zu können, müssen nicht immer alle verfügbaren Gerätschaften eingesetzt werden. Zu viel davon kann auch belastend wirken.

Frau P. staunte nicht schlecht: Als sie sich den Knöchel gebrochen hatte, waren drei Röntgenaufnahmen gemacht worden. Ein Jahr später – da war sie um eine private Krankenzusatzversicherung reicher – wurde der Knöchel zum Zwecke der Nachuntersuchung gleich sechsmal geröntgt. Ob das mit ihrem VIP-Status als Privatversicherte zusammenhing? Bestätigen wollte das vor Ort keiner. Aber internationale Studien legen die Vermutung nahe, dass Privatversicherte besonders oft und ausführlich untersucht werden.

Einfache Diagnose-Verfahren oft ausreichend

Sicher ist es fürs Erste beruhigend, wenn ­alles aufgefahren wird, was der aktuelle Stand der medizinischen Technik und Labordiagnostik hergibt. Oft ist das aber schlicht nicht notwendig, weil sich eine Erkrankung auch ohne den Einsatz von aufwendigen Verfahren zuverlässig feststellen lässt. Ein herkömmliches Röntgen, doppelt so viele Aufnahmen oder eine Computertomografie würden dann keinen weiteren Erkenntnis­gewinn bringen.

Röntgen: So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Bei bestimmten Krank­heiten oder Verlaufskontrollen sind sie unter Umständen nicht einmal zielführend. Vor ­allem bei Röntgenaufnahmen handeln verantwortungsvolle Mediziner aufgrund der damit verbundenen Strahlenbelastung nach der Devise "So wenig wie möglich, so viel wie nötig".

Ultraschall ohne Strahlenbelastung

Eines der heute am häufigsten eingesetzten bildgebenden Diagnoseverfahren ist die Sono­grafie, besser bekannt als Ultraschalluntersuchung (US). Sie ist im Vergleich zu vielen anderen Untersuchungen mittels ­Geräten billig, meist rasch durchführbar, in fast allen Bereichen einsetzbar, strahlungsfrei und ­ohne Nebenwirkungen für den Patienten. Durch die hohe Bildauflösung heutiger US-Geräte können sonografieerfahrene ­Ärzte zuverlässige Diagnosen erstellen. ­Dadurch lassen sich oft weitere Unter­suchungen, wie etwa eine strahlenbelas­tende Computertomografie, vermeiden.

Röntgen für Knochen und Lunge

Allerdings ist der Ultraschall nicht in allen Bereichen das Mittel der Wahl, da er knöcherne und lufthaltige Strukturen nicht durchdringt. Für Untersuchungen der Lunge sowie der Knochen wird daher meist zu ­anderen Methoden gegriffen, etwa zum Röntgen.

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