KONSUMENT.AT - Schlaganfall - Alltag und Beruf meistern, trotz Beeinträchtigung

Schlaganfall

Der Weg zurück

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KONSUMENT 10/2020 veröffentlicht: 24.09.2020

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Die Rehabilitation spielt eine besonders wichtige Rolle. Betroffene lernen dabei, sich trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen gut im Alltag zurechtzufinden. Die Möglichkeiten im Überblick.

Schlaganfall: Der Weg zurück; (Bil: Monster-Ztudio/Shutterstock.com)

Wie wichtig die Rehabilitation ist, zeigen die Zahlen: Drei Monate nach einem Schlag­anfall können 25 % der Patienten noch nicht gehen, 66 % der Patienten sind in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkt, 33 % der Patienten können den Arm noch nicht bewegen und bei etwa der Hälfte aller Betroffenen ist die Geschicklichkeit beeinträchtigt.

Umfangreiche Maßnahmen zur Rehabilitation

Ein möglichst früher Beginn der Rehabilita­tion erhöht in jedem Fall die Chancen auf Erfolg. Daher beginnt sie bei Schlaganfall- Patienten bereits im Spital, meist sogar schon einen Tag nach der Einlieferung. Insgesamt umfasst die Rehabilitation medizinische, berufliche und soziale Maßnahmen, um Patienten dabei zu unterstützen, wieder am sozialen oder beruflichen Leben teilzunehmen. „Je früher wir mit der Aktivierung beginnen können, umso besser ist es.

Idealerweise beginnt die Frührehabilitation schon im Spital, am Tag nach der Einlieferung. Möglichst rasch sollte dann ein Antrag auf medizinische Rehabilitation gestellt werden, sodass die Patienten ohne Wartezeit und Lücken direkt vom Spital in die Reha-Einrichtung kommen können“, erklärt Prim. Dr. Christoph Stepan, MSc., Facharzt für Neurologie, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Neurorehabilitation und Leiter der neurologischen Rehabilitation der Rehaklinik Wien Baumgarten .

Stationär oder ambulant

Dabei ist es nicht immer notwendig, stationär in einer Reha-Klinik aufgenommen zu werden. Wenn es der Zustand der Betroffenen erlaubt, können die Maßnahmen auch ambulant erfolgen. Teil der Rehabilitation ist es auch, dass Betroffene notwendige Heil­behelfe oder Hilfsmittel erhalten, die ihnen beim Ausgleich körperlicher Defizite helfen. Das sind zum Beispiel Gehhilfen, Rollstühle, Inkontinenzeinlagen, Brillen oder Hörgeräte. 

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