KONSUMENT.AT - Schönheitschirurgen: Beratungstest - Aufklärung vor der Operation

Schönheitschirurgen: Beratungstest

Nicht nur schöne Ergebnisse

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Konsument 1/2010 veröffentlicht: 03.12.2009, aktualisiert: 16.12.2009

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Aufklärung vor der Operation 

Man sollte sich unbedingt darüber aufklären lassen, was auf einen zukommt. Grundlage für jede Schönheitsoperation ist ein individuell und professionell geführtes Beratungsgespräch, wie es im Übrigen gesetzlich vorgeschrieben ist. Laut Ärztegesetz muss die Aufklärung umso detaillierter erfolgen, je weniger dringlich ein medizinischer Eingriff bzw. eine Behandlung aus gesundheitlichen Gründen ist.

Vorheriger Test

Vor etwas mehr als drei Jahren („Konsument“ 9/2006) haben wir die Beratung und Aufklärung vor einer Schönheitsoperation schon einmal unter die Lupe genommen, damals zum Thema Beratung beim Fettabsaugen 9/2006. Nun sind erneut zwei Testpersonen in unserem Auftrag bei verschiedenen, nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Schönheitschirurgen vorstellig geworden. Unsere Tester haben unabhängig voneinander zehn Wiener Ärzte besucht, die laut ihrer Homepage umfangreiche schönheitschirurgische Leistungen anbieten.

Brustvergrößerung und Ohrenkorrektur 

Statt einer Fettabsaugung stand dieses Mal eine Brustvergrößerung bzw. eine Ohrenkorrektur auf dem Programm. Da wir viele Anfragen zur Schönheitschirurgie im nahen Ausland erhalten, haben wir erstmals auch die Beratungsqualität einer Klinik in Bratislava ( Slowakei) sowie einer Schönheitsklinik in Mosonmagyaróvár (Ungarn) getestet.

Risiken und Nebenwirkungen

Idealerweise sollte sich der Arzt zunächst nach den Wünschen des Patienten erkundigen und mögliche Umstände abklären, die gegen einen Eingriff sprechen. Zudem sollte die Operationsmethode dargelegt, die Dauer der OP erwähnt und der grobe Operationsablauf erläutert werden. Der Kunde sollte nicht darüber im Unklaren gelassen werden, dass ein schönheitschirurgischer Eingriff Konsequenzen nach sich zieht. So muss nach der OP für einige Zeit auf die Einnahme von Medikamenten, die blutgerinnungshemmend wirken, verzichtet werden.

Vorübergehende Einschränkungen 

Im täglichen Leben können sich vorübergehend Einschränkungen ergeben (z.B. Duschen und Baden nicht möglich, Verbot sportlicher Betätigung, Tragen von Verbänden). Wichtig ist auch, dass der Kunde beim Beratungsgespräch über mögliche Komplikationen (Wundheilungsstörungen, Infektionen, Durchblutungsstörungen, Narbenbildung, Narkosezwischenfälle) aufgeklärt wird. Muss oder möchte man während der Rekonvaleszenz zu Hause bleiben, so muss dafür Urlaub genommen werden.

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