Stillen in der Öffentlichkeit

Mehr Akzeptanz wünschenswert

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veröffentlicht: 20.07.2017

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Stillen ist gesund und kann nicht warten. In Deutschland hat die Nationale Stillkommission (NSK) am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Kernbotschaften zur Erhöhung der Akzeptanz des Stillens in der Öffentlichkeit formuliert.

Eine aktuell vom BfR in Auftrag gegebene Studie zeigt: Nur sechs Prozent der Bevölkerung lehnen das Stillen von Babys in der Öffentlichkeit komplett ab, allerdings steht jeder Vierte dem Stillen im öffentlichen Raum zwiespältig oder ablehnend gegenüber. Besonders in Restaurants und Cafés besteht eine Diskrepanz zwischen der Akzeptanz des Stillens und dem Stillverhalten von Müttern.

Muttermilch ist die beste Säuglingsnahrung

Stillende Frauen sollen jedoch in ihrem Handeln gestärkt und einer breiten Öffentlichkeit die Vorteile des Stillens verdeutlicht werden. Denn Stillen tut gut und ist normal – egal unter welchen Umständen.

Laut BfR-Studie wächst mit dem Wissen über die gesundheitlichen Vorteile des Stillens auch die Akzeptanz. Hier ist also Aufklärungsarbeit gefragt. Muttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge: gut verdaulich, hygienisch einwandfrei und richtig temperiert. Trotzdem stillen einige Frauen überhaupt nicht oder hören bereits nach wenigen Monaten auf.

Leicht erreichbare Stillräume

Für jede Zehnte der befragten Frauen, die bereits abgestillt hatten, war die ablehnende Haltung in der Öffentlichkeit ein Grund für das Abstillen. Einige Frauen werden immer Ruhe und Geborgenheit beim Stillen suchen, unabhängig von der Akzeptanz des Stillens in der Öffentlichkeit. Mehr Mut zum Stillen außer Haus könnten zusätzliche Stillräume erreichen. Insbesondere dann, wenn sie gut zu finden sind, z.B. über eine Smartphone-App.

Die Schweiz macht es vor: Mit der sogenannten „mamamap“ können Mütter Stillorte in ihrer Nähe finden. Ruhige Rückzugsorte sollen leicht erkennbar sein. Dazu gibt es bereits Initiativen wie in Australien, Großbritannien und Irland, wo Inhaber von Cafés oder Friseurläden ihren Betrieb mit Aufklebern als „stillfreundlich“ kennzeichnen können.

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