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Zuckerkrank: Mittel bei Diabetes (Teil 1)

Unterschätzter "Alterszucker"

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Konsument 3/2005 veröffentlicht: 18.02.2005

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Diabetiker unbeding regelmäßig zum Augenarzt

Dass die Zuckerkrankheit ein großes Risiko für die Augen ist, wird häufig unterschätzt. Der regelmäßige Besuch beim Augenarzt gehört daher zur Pflicht jedes Diabetikers. Bei einer Augenspiegelung werden die Gefäße der Netzhaut untersucht. Ist der Patient nicht optimal eingestellt und der Blutzucker zu hoch, kann das Blut klebrig werden und die dünnen Adern der Netzhaut verstopfen. Gefäße können platzen und Blut sickert aus. Die Netzhaut wird dadurch schlechter mit Sauerstoff versorgt – ein Leiden, das der Arzt Diabetische Retinopathie nennt. Diese Augenerkrankung kann unterschiedlich schwer verlaufen, zum Stillstand kommen, aber auch die Gefahr des Erblindens mit sich bringen!

Medikamentöse Behandlung

Wenn weder eine Gewichtsabnahme noch mehr Bewegung sowie eine angepasste Ernährung den Blutzuckerspiegel ausreichend senken, muss mit Medikamenten behandelt werden. Ziel dabei ist, den Blutzucker in einem möglichst optimalen Bereich zu halten, nicht eine absolut drastische Senkung der Blutzuckerwerte. Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es dafür unterschiedliche Arzneimittel. So lange die Bauchspeicheldrüse noch funktioniert, wird versucht, entweder die Insulinfreisetzung zu steigern oder die Sensibilität der Zellen für Insulin zu verbessern. Erst wenn die Bauchspeicheldrüse gar kein Insulin mehr produziert, wird die Insulinspritze notwendig.

Welche Medikamente dafür geeignet sind, finden Sie in unserer Tabelle . 48 Präparate zum Schlucken haben wir nach Wirkstoffen geordnet und für Sie bewertet. Müssen Sie Insulin nehmen, können Sie im nächsten Heft die Ergebnisse dazu nachlesen.

Alpha-Glukosidasehemmer

Diese Substanzen verringern schon die Aufnahme der Glukose durch den Darm. Durchfall als häufige Nebenwirkung schränkt den Einsatz solcher Medikamente allerdings ein.

Biguanide

Diese Substanzen erhöhen die Glukoseverwertung hauptsächlich in der Muskulatur. Zusätzlich hemmen sie die Glukoneogenese, d.h. die Neubildung von Glukose aus anderen Stoffwechselprodukten wie Proteinen. Zu dieser Gruppe zählt das Metformin, das gerade für Übergewichtige geeignet ist, da es zu weniger Gewichtszunahme führt.

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