KONSUMENT Gold als Krisenwährung 2020 Damit das Investment nicht zum Reinfall wird

Gold als Krisenwährung

Glänzende Aussichten?

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KONSUMENT 7/2020 veröffentlicht: 19.06.2020

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Das funkelnde Edelmetall ist wieder einmal in aller Munde. Aber Vorsicht! Damit das Gold-Investment nicht zum Reinfall wird, sollten Sie die Risiken kennen.

Die Auswirkungen des wirtschaftlichen Stillstands in den Frühjahrsmonaten 2020 zeichnen sich erst allmählich ab. Rezession und hohe Arbeitslosigkeit lauten etwa zwei häufig genannte Hiobsbotschaften. Auch wenn erste Hoffnungsschimmer auf eine Erholung erkennbar sind, werden wir alle noch einige Zeit im Krisenmodus fahren müssen.

Entwicklung des Goldpreises (Grafik: gold.de) Wie immer in Krisenzeiten hat Gold Hochsaison. Niedrigstzinsen, Inflations- und Verlustängste lassen Privatanleger ebenso wie die gesamte Finanzbranche verzweifelt nach wertsicheren Anlagemöglichkeiten suchen. Gold bietet sich hier auf den ersten Blick als geradezu ideal an: Es ist etwas zum Angreifen, in Form von Schmuck, Münzen oder Barren jederzeit verfügbar und zu Geld zu machen, nicht unendlich reproduzierbar und somit scheinbar inflations­sicher. Und es hat sich über Jahrhunderte als sichere Reserve in der Not bewährt.

Sie möchten alten Schmuck, Goldbarren oder Goldmünzen verkaufen? Das können Sie mit unserem Goldpreisrechner:  www.vki.at/goldpreisrechner  

 

Kein sicherer Hafen

Doch die Krisenwährung funktioniert nicht immer und ist auch keineswegs der sichere Hafen, in dem das eigene Vermögen in schlechten Zeiten geparkt werden kann. Denn auch wenn Gold als wichtigstes Statussymbol für Reichtum und Macht gilt, kann sein Wert sehr stark schwanken. Für das Edelmetall als knappes Gut hängt sein Wert von Angebot und Nachfrage ab (siehe Grafik).

Schmuck, Münze, Barren

Knapp die Hälfte der weltweiten Nachfrage geht in die Produk­tion von Schmuck, etwa ein Drittel wird als Anlagegold in Münzen und Barren gegossen, und nur rund 10 Prozent werden von Notenbanken und Industrie nachgefragt. Je nachdem, wie sich die Nachfrage (vor allem von Indien und China, den stärksten Goldschmuckkäufern) entwickelt, hat das Auswirkungen auf den Goldpreis. Er wird täglich unter anderem in London fixiert und an ihm orientieren sich Banken und Händler weltweit.

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Kommentare

  • Kurse und Spesen
    von strak am 29.06.2020 um 18:21
    Auch beim Kauf und Verkauf von Gold in Münzen oder Barren lohnt ein Vergleich. Sowohl die Verkaufs- als auch Ankaufskurse nicht nicht bei allen Banken und Händlern zum gleichen Zeitpunkt gleich, und manche Banken verrechnen zusätzlich zum Disagio Spesen, wenn man nicht über ein Konto der Bank abrechnet.