KONSUMENT.AT - Handystrahlung und Elektrosmog - Was wollten die Forscher wissen – und warum?

Handystrahlung und Elektrosmog

Wacher, müder, vergesslicher

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KONSUMENT 11/2016 veröffentlicht: 21.09.2016, aktualisiert: 25.11.2016

Inhalt

Was wollten die Forscher wissen – und warum?

Die Erkenntnisziele von ATHEM-2 der AUVA kann man dreiteilen:

  1. Kopf: Was passiert im Kopf eines Menschen, wenn er mit seinem Handy telefoniert? Wie sieht es mit seinen Reaktionszeiten, seiner Fähigkeit zu richtigen Entscheidungen, seiner Gedächtnisleistung im Zeitverlauf aus? Gibt es messbare und statistisch zuverlässige Veränderungen in diesem Vergleich? Wenn ja, in welche Richtung gehen sie?
  2. Körper: Was geschieht mit den Körperzellen der Versuchspersonen (Probanden) beim und durch das Telefonieren? Werden sie durch die Strahlung beeinflusst, verändert?
  3. Erbmaterial: Hat die typische Mobilfunkstrahlung (UMTS) Einfluss auf das Erbmaterial in Zellen, wenn sie dieser im Labor ausgesetzt werden?

Wen betrifft es?

Den Großteil der Österreicherinnen und Österreicher. Denn Ende 2015 war in unserem 8,7-Millionen-Völkchen mehr als 13,5 Millionen SIM-Karten im Umlauf. Und wo die sind, ist die Strahlung nicht fern; egal ob sie im Mobiltelefon, im Internet-Router für daheim oder im USB-Stick für mobile Datenverbindung vom Laptop, PC oder Tablet eingesetzt werden.

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Kommentare

  • Vermag die Mobilfunk-Lobby sinnerfassend zu lesen?
    von NETclub50plus am 21.09.2016 um 19:57
    Betrachtet man deren Presseaussendung (FMK, Forum Mobilkommunikation) zu diesem Thema, muss man das stark bezweifeln. Dort heißt es wörtlich: "Die gute Nachricht: Keine Wirkungen gefunden – selbst bei 16 stündiger Exposition." Zeigt doch schon der KONSUMENT-Artikel, dass eine ganze Reihe von Wirkungen auf allen Ebenen (kognitiv, zellulär) nachgewiesen wurde. Die 16 Stunden beziehen sich übrigens auf Zellversuche im Labor – an den Versuchspersonen wurde Veränderungen in den Zellen der Mundschleimhaut schon nach zweistündiger Exposition über fünf Tage nachgewiesen - und zwar noch Wochen später. Das unterschlägt die PR-Aussendung der FMK total. - Was die Zellreaktionen betrifft, wurde eine Vielzahl von Zelllinien untersucht, von denen nicht ALLE eine Reaktion auf die UMTS-Strahlung zeigen (was längst bekannt ist). Aus dieser Tatsache abzuleiten, es seien "keine Wirkungen" gefunden worden ist (freundlich gesagt) eine Verdrehung der Tatsachen, da beispielsweise Hirntumor-Zellen im Experiment besonders empfindlich reagierten. - Die Lobby zitiert aus der Studie: "Keine der gefundenen Wirkungen lässt den Schluss auf direkte gesundheitsschädliche Wirkungen zu." Der nächste, entscheidenden Satz fällt bei der FMK aber unter den Tisch: "Allerdings begründen sie ein potentielles Risiko für exponierte Personen." Denn neben den DIREKTEN Wirkungen mag es auch kumulative Effekte geben. EINE Zigarette hat noch niemanden umgebracht ("keine direkte Wirkung"), eine Schachtel pro Tag auf Dauer wohl schon. Und genau so mag es unter Umständen auch mit der Mobilfunkstrahlung sein. - Dass die PR-Maschinerie der Handy-Konzerne all das leugnet ist eine Beleidigung des Intellekts aller ihrer Kunden.