KONSUMENT.AT - Handystrahlung und Elektrosmog - Ratten erkrankten

Handystrahlung und Elektrosmog

Wacher, müder, vergesslicher

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KONSUMENT 11/2016 veröffentlicht: 21.09.2016, aktualisiert: 25.11.2016

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Wie lange funktioniert die Reparatur?

Die Frage ist: Wie oft, wie lange funktioniert der Reparaturmechanismus? Dass dies nicht unbegrenzt der Fall ist, wissen wir. Andernfalls würde kein Mensch je sterben. Und dass die in der AUVA-Untersuchung beobachteten Zellschädigungen nicht nur in der Petrischale der Forscher (in vitro) auftreten, sondern auch in lebenden Wesen (in vivo) passieren, zeigt eine erst in Teilen veröffentlichte Studie vom US-amerikanischen National Toxicology Program (NTP).

Ratten erkrankten

Das ist der bislang größte und am sorgfältigsten angelegte Tierversuch zum Thema: Männliche Ratten, die intensiver Mobilfunk-Strahlung ausgesetzt wurden, erkrankten tatsächlich an bösartigen Gliomen. Dr. Otis W. Brawley, Hauptarzt der American Cancer Society (Amerikanische Krebsgesellschaft) kommentiert: „Jahrelang wurde das Verständnis zu potenziellen Risiken von Mobilfunk-Strahlung durch das Fehlen guter wissenschaftlicher Studien behindert. Bei diesem Bericht des National Toxicology Program (NTP) handelt es sich um gute Wissenschaft.“ Und die belegt die Krebs-Auslösung (im Tierversuch).

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Kommentare

  • Vermag die Mobilfunk-Lobby sinnerfassend zu lesen?
    von NETclub50plus am 21.09.2016 um 19:57
    Betrachtet man deren Presseaussendung (FMK, Forum Mobilkommunikation) zu diesem Thema, muss man das stark bezweifeln. Dort heißt es wörtlich: "Die gute Nachricht: Keine Wirkungen gefunden – selbst bei 16 stündiger Exposition." Zeigt doch schon der KONSUMENT-Artikel, dass eine ganze Reihe von Wirkungen auf allen Ebenen (kognitiv, zellulär) nachgewiesen wurde. Die 16 Stunden beziehen sich übrigens auf Zellversuche im Labor – an den Versuchspersonen wurde Veränderungen in den Zellen der Mundschleimhaut schon nach zweistündiger Exposition über fünf Tage nachgewiesen - und zwar noch Wochen später. Das unterschlägt die PR-Aussendung der FMK total. - Was die Zellreaktionen betrifft, wurde eine Vielzahl von Zelllinien untersucht, von denen nicht ALLE eine Reaktion auf die UMTS-Strahlung zeigen (was längst bekannt ist). Aus dieser Tatsache abzuleiten, es seien "keine Wirkungen" gefunden worden ist (freundlich gesagt) eine Verdrehung der Tatsachen, da beispielsweise Hirntumor-Zellen im Experiment besonders empfindlich reagierten. - Die Lobby zitiert aus der Studie: "Keine der gefundenen Wirkungen lässt den Schluss auf direkte gesundheitsschädliche Wirkungen zu." Der nächste, entscheidenden Satz fällt bei der FMK aber unter den Tisch: "Allerdings begründen sie ein potentielles Risiko für exponierte Personen." Denn neben den DIREKTEN Wirkungen mag es auch kumulative Effekte geben. EINE Zigarette hat noch niemanden umgebracht ("keine direkte Wirkung"), eine Schachtel pro Tag auf Dauer wohl schon. Und genau so mag es unter Umständen auch mit der Mobilfunkstrahlung sein. - Dass die PR-Maschinerie der Handy-Konzerne all das leugnet ist eine Beleidigung des Intellekts aller ihrer Kunden.