KONSUMENT.AT - Rauchmelder - Zuverlässiges Funktionieren

Rauchmelder

Feuerprobe bestanden

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KONSUMENT 3/2013 veröffentlicht: 20.02.2013

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Einfache Montage

Die Montage eines Rauchmelders ist sehr einfach. Die Halteplatte kann mit zwei Schrauben befestigt oder auch geklebt werden. Rauchmelder sollten immer an der Zimmerdecke angebracht werden, möglichst in Raummitte. Denn Rauch steigt zur Zimmerdecke auf und ist in der Raum­mitte am stärksten.

Im Test haben alle funktioniert

Die Stiftung Warentest hat verschiedene gängige Rauchmelder getestet: Alle haben zuverlässig funktioniert, wenn auch nur die Hälfte ein „gutes“ Endergebnis erbrachte. Überprüft wurde, ob ein Melder den Rauch aus allen Richtungen gleichermaßen aufspürt, auch aus ungünstiger Anström­richtung. Die Geräte dürfen weder zu früh (Gefahr von Fehlalarmen) noch zu spät ansprechen; und sie dürfen sich nicht durch Luftzug von der Seite beirren lassen. All ­ diese Kriterien haben die Rauchmelder erfüllt. Dennoch gab es Mängel: Ein Funk-Rauchmelder musste abgewertet werden, weil er zu leise Alarm schlug. Ein Melder bestand den Falltest (aus 2,5 Meter auf Teppich­boden) nicht, ein dritter war falsch deklariert (zu geringe Nutzungsdauer).

Kurzlebig. Rauchmelder gibt es in den Baumärkten schon um ein paar Euro (im Test ab 6 Euro); dabei handelt es sich um Modelle mit einfachen Alkaline-Batterien, die etwa alle zwei Jahre zu tauschen sind. Das ist vor allem bei hohen Altbaudecken ein großer Nachteil, weil man jedes Mal mit einer langen Leiter anrücken muss.

Langlebig. Besser sind da Melder mit ­Lithium-Batterien, die 10 Jahre oder länger halten. Die Batterie ist meist fest eingebaut, Rauchmelder sollten ohnehin nach 10 Jahren gewechselt werden. Allerdings wurde im Test bei zwei von acht Lithium-Rauchmeldern eine Betriebsdauer der Batterie von nur rund 6 bis 7 Jahren ermittelt. Rauchmelder mit Lithiumbatterien sind zwar deutlich teurer (meist über 20 Euro), allerdings erspart man sich die Kosten für den Austausch von Batterien. Eine Mignon-Batterie kostet rund 2 bis 3 Euro. Werden in 10 Jahren vier Austausch-Batterien verbraucht, können sich allein die Batteriekosten auf bis zu 12 Euro summieren.

Funkvernetzbar. Die dritte Kategorie sind Rauchmelder mit Funkvernetzung. Dank ­dieser wird bei allen verbundenen Meldern Alarm ausgelöst, wenn einer infolge einer Rauchentwicklung anschlägt. Das empfiehlt sich für große Wohnungen bzw. für Häuser mit mehreren Etagen, wenn anzunehmen ist, dass der Alarm aus einem Raum nicht im ­gesamten Wohnbereich gehört werden kann. Im Test wurden zwei Funkmelder-­Modelle geprüft und es zeigte sich, dass selbst Stahlbetondecken die Kommunikation zwischen den Meldern nicht blockieren konnten. Beim Minimax MX 200 war der Alarmton allerdings viel zu leise, weshalb er wie erwähnt abgewertet wurde.

Blinkende Lampe dimmbar

Der andere Funkmelder von Hekatron hat dagegen rundum gut abgeschnitten. Als einziger im Test weist er ein praktisches Aus­stattungsdetail auf: Man kann das rote Lämpchen, das Einsatzbereitschaft signalisiert, während der Nacht abdimmen. Es wird nicht wenige Menschen geben, denen dieses ständige Blinken auf die Nerven geht – vor allem im Schlafzimmer.

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Wertung: 3 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Betriebstemperaturen?
    von kurmy31 am 11.02.2017 um 10:07
    Mir fehlen in der Testtabelle die Betriebstemperaturen lt. Handbuch. z.B. für einen ungedämmten Dachboden muss man schon mit extremeren Temperaturen rechnen, als für viele Rauchmelder empfohlen.
  • Nach 10 Jahren muss man neue Rauchmelder kaufen
    von mueller.guenther am 17.06.2013 um 12:54
    Sie schreiben, der Aufwand für Batterie- und Gerätewechsel nach 10 ist "sehr gut" - soll wohl bedeuten: sehr gering. Leider wird dabei ein wichtiger Aspekt nicht klar: die Batterie ist fix eingebaut und man muss das gesamte Gerät nach 10 Jahren wegwerfen und ein neues kaufen. Der Anruf bei einem der Hersteller hat ergeben, dass das auch bei Geräten mit grundsätzlich wechselbarer Batterie der Fall ist, da die Geräte nach 10 Jahren so verschmutzt sind, dass eine sichere Funktion nicht gewährleistet ist. Das sieht für mich verdächtig nach einem weiteren Fall von geplanter Obsoleszenz aus.
  • Leben ist lebensgefährlich,d.h. absolute Sicherheit ist unmöglich
    von Frater Richard am 01.03.2013 um 11:49
    Siehe Rezessionen, z.B. unter http://www.amazon.de/review/B004VLI006/ref=cm_cr_prvoterdr?_encoding=UTF8&showViewpoints=1&sortBy=bySubmissionDateDescending#R333T7UJN750I.2115.Helpful.Reviews
  • Vorsicht bei Rauchmeldern in wenig benutzten Räumen!
    von konsumernst am 24.02.2013 um 19:26
    Der Höllenlärm eines Rauchmelders schreckte die Bewohner eines mehrstöckigen Hauses auf. Die anwesenden Frauen konnten den monotonen Pfeifton räumlich nicht zuordnen. Ich suchte die Lärmquelle, fand sie, konnte das Gerät nicht abstellen, da es an der obersten Decke des Vorhauses verschraubt war. Brechen, Kabel abreißen. Wenn also jemand auf Urlaub fährt, tut er gut daran, das Ding außer Betrieb zu setzen. Wird die Batterie schwach wie im gegenständlichen Fall, gibt es nämlich Fehlalarm. Dann bricht womöglich die Feuerwehr ein...
  • RM sollten nicht nur im Schlafzimmer verpflichtend sein...
    von eiger am 22.02.2013 um 13:23
    ...sondern überall wo Leute schlafen, ganz wichtig auch die Kinderzimmer. Interessant wäre auch die Verwendung in Stiegenhäusern - wie vielen wurde hier schon der Weg abgeschnitten? Und vor allem: keinen China-Ramsch verwenden. Günstige Rauchmelder (Markenqualität) gibt es in den Baumärkten bereits ab 5,-€ (Deutsche Produkte). Was sind schon 5,- gegen ein Menschenleben. Natürlich kann man sich auch Premiummodelle besorgen, um die 120,-, dafür ist man direkt mit der Feuerwehr verbunden. Sich niemals auf seine Haustiere, oder gar Nachbarn, verlassen - ein Mythos der schon für viele Menschen (und Tiere) tödlich endete.