KONSUMENT: Hörgeräte-Akustiker 2020 Audio-Akustik, Koci, Gaertner, Hansaton, Hartlauer, Miller, Neuroth Test

Hörgeräte-Akustiker im Vergleich

Gut zugehört

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KONSUMENT 3/2020 veröffentlicht: 27.02.2020

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Folgende Firmen haben wir besucht:

  • Audio-Akustik Hörgeräte
  • DI Victor Koci
  • Gaertner Hörgeräte
  • Hansaton
  • Hartlauer
  • Miller Optik
  • Neuroth AG

Schwerhörigkeit

In Österreich leiden Schätzungen zufolge 1,6 Millionen Menschen unter Schwerhörigkeit. Die Ursachen dafür sind in erster Linie altersbedingt. Darüber hinaus spielen auch Krankheiten oder eine übermäßige Lärmbelastung im Alltag eine Rolle. Hörprobleme sollte man ernst nehmen. Sie beeinträchtigen die Informationsverarbeitung und können sich stark auf das körperliche und geistige Wohlbefinden auswirken. Betroffene laufen Gefahr, in soziale Isolation zu geraten und Depressionen zu entwickeln.

Schwerhörigkeit wird oft deshalb viel zu spät diagnostiziert, weil Betroffene die Erkrankung verdrängen. Eine mögliche Behandlung wird hinausgeschoben. Das ist auch deshalb problematisch, weil das Gehirn mit fortschreitender Dauer die Fähigkeit einbüßen kann, Geräusche oder Sprache zu verarbeiten.

Möglichst rasch zum Arzt

Hat jemand das Gefühl, schlecht zu hören, sollte er deshalb möglichst rasch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Der Arzt kann mithilfe eines Audiogramms den Grad der Hörminderung feststellen und er kann abklären, ob der Einsatz eines Hörgerätes notwendig ist. Wer einer normalen Bürotätigkeit nachgeht und keine Hobbys pflegt, bei denen es besonders auf gutes Hören ankommt, ist mit einem kassenfinanzierten Gerät in der Regel gut bedient. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist ein vom Arzt ausgestellter Verordnungsschein. Mit diesem kann sich der Patient vom Hörgeräteakustiker ein Hörgerät anpassen lassen.

Tarifmodelle werden oftmals abschätzig als Hörgeräte zweiter Klasse bezeichnet. Das ist nicht korrekt. Sie müssen wesentliche Anforderungen erfüllen, etwa mehrkanalig und volldigital sein, und die Otoplastik muss aus Acryl oder gleichwertigem Kunststoff gefertigt sein. Verschiedene Tarifmodelle können sich dabei hinsichtlich ihrer technischen Ausstattung (Zahl der Kanäle, Störgeräuschunterdrückung etc.) deutlich unterscheiden. Jeder Akustiker muss mindestens ein Modell zum Krankenkassentarif anbieten.

Sonderversorgung

Es gibt allerdings Situationen, in denen Tarifgeräte an ihre Grenzen geraten. Wer im Beruf häufig mit mehreren Personen gleichzeitig kommunizieren muss oder mit wechselnden Geräuschsituationen konfrontiert ist, wird ein technisch hochwertigeres Gerät benötigen, das bei Bedarf von den Kassen auch höher bezuschusst wird. Gleiches gilt, wenn man sich privat gern Vorträge anhört, häufig ins Theater geht oder Konzerte besucht. Für aufwendigere Modelle muss man eine Zuzahlung aus der eigenen Tasche leisten. Der Hörgeräteakustiker hat den Kunden darüber aufzuklären, welche Geräte für ihn infrage kommen und mit welchen finanziellen Belastungen er zu rechnen hat.

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
14 Stimmen

Kommentare

  • Test nicht repräsentativ!
    von REDAKTION am 18.03.2020 um 12:41
    Vielen Dank für die Anmerkungen! Im vorliegenden Fall haben wir allerdings keine Testnoten vergeben. Der Beitrag ist deshalb auch nicht als Test gekennzeichnet, es handelt sich um einen Report bzw. Bericht. Grundsätzlich stellen wir uns aber auf den Standpunkt, dass Konsumenten, die für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung bezahlen, den versprochenen Gegenwert bzw. den zu erwartenden Gegenwert in der versprochenen Qualität erhalten müssen. Anders können wir auch gar nicht vorgehen, denn um ein statistisch signifikantes Testergebnis zu erhalten,müssten wir bei jedem Test so viele Produkte bzw. Dienstleistungen unter die Lupe nehmen, dass wir aus Ressourcengründen pro Jahr nur wenige Tests absolvieren und entsprechend publizieren könnten. Auch bei Produkten testen wir eine, maximal zwei Waschmaschinen oder auch nur wenige Lebensmittel einer Charge. Natürlich kann es vorkommen, dass man ein "Montagsgerät" erwirbt oder, dass die Kühlkette ausgerechnet bei den von uns getesteten Produkten unterbrochen war. Nichts desto Trotz darf der Konsument erwarten, dass ein Produkt, für das er gutes Geld bezahlt, auch in Ordnung ist. Im Übrigen halten wir so den Druck auf die Hersteller aufrecht, möglichst immer einwandfreie Ware anzubieten.
  • Test nicht repräsentativ!
    von bmw1200 am 17.03.2020 um 19:02
    Aus meiner Sicht ist der Test nicht repräsentativ, da jeweils nur ein Geschäft der verschiedenen Anbieter getestet wurde. Die Beratung wird von "Menschen" durchgeführt, die nicht alle gleich ausgebildet, kompetent, motiviert u.a. sind. Es ist wie in jedem Geschäft, es gibt gute und weniger gute Verkäufer / Angestellte.
    Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass ich bei Neuroth hervorragend beraten und über Kosten, Zuschuss aufgeklärt wurde. Auch ein Testen von verschiedenen Modelen war kein Problem.
  • Hörgeräteversicherung
    von REDAKTION am 13.03.2020 um 12:01
    Informationen zu Hörgeräteversicherungen finden Sie im Artikel zu Hörgeräteversicherungen, den wir ebenfalls in unserer Konsument-Ausgabe 03/20 veröffentlicht haben. Den direkten Link zum Artikel finden Sie rechts im Kasten "Wir empfehlen auf Konsument.at"
  • Hörgeräteversicherung
    von Kurt Schaffer am 12.03.2020 um 16:33
    Im Heft 3 schreiben sie auf Seite 30 sie hätten den Klartext der einzelnen Versicherungen. Mich hätte Neuroth interessiert, finde es aber nicht. Können sie mir helfen. Mein e.Mail ist kurtschaffer@gmx.at