Buchweizenbrot mit Walnüssen

Mehr Weizen als Buchweizen

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veröffentlicht: 13.04.2017

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Buchweizenbrot mit Walnüssen, das großteils aus Weizenmehl besteht. 

 

Das steht drauf: Buchweizenbrot mit Walnüssen

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Bei Billa gibt es Buchweizenbrot mit Walnüssen. Der Produktname legt nahe, dass das Brot in erster Linie aus Buchweizenmehl hergestellt ist. Oder? Ein glatter Trugschluss. Laut Zutatenliste setzt sich das Buchweizenbrot mit Walnüssen aus Wasser, Weizenmehl, 20,1 % Buchweizenmehl, Walnüssen, Kartoffeln, Rapsöl und noch etlichen weiteren Zutaten zusammen. Kurz: Das Brot enthält mehr Weizenmehl als Buchweizenmehl.  

Rechtliche Vorgaben erfüllt

Rein rechtlich ist an der Kennzeichnung nichts auszusetzen. Ist ein Produkt nach bestimmten Zutaten benannt bzw. sind bei einem Produkt bestimmte Zutaten extra ausgelobt, müssen diese nach der sogenannten QUID-Regelung (QUID = quantitative ingredients declaration) in der Zutatenliste zusätzlich in Prozent ausgewiesen sein. Diese Vorgabe ist hier erfüllt.

Das Brot entspricht auch den Vorgaben des Österreichischen Lebensmittelcodex: Brote, in deren Bezeichnung auf Buchweizen hingewiesen wird, haben mindestens 20 % Buchweizen bezogen auf die Mahl- und Schälprodukte zu enthalten, heißt es dort.

Verwendete Getreidesorten sollten deutlich sichtbar sein

Wir meinen aber: Ist ein Produkt als Buchweizenbrot ausgelobt, dann muss auch überwiegend Buchweizen drin sein. Andere verarbeitete Getreidesorten sollten gleich vorne auf der Packung groß und deutlich sichtbar sein. Produkte aus Buchweizen werden gern von Personen gekauft, die keinen Weizen vertragen. Dieses Buchweizenbrot ist für Menschen, die sich weizenfrei ernähren wollen oder müssen, aber nicht geeignet.

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Kommentare

  • Können wir der EU verdanken
    von gerhard56 am 28.04.2017 um 09:33
    So ist es ja auch lt. EU-Recht völlig in Ordnung, dass z.B. in er Leberstreichwurst nur ein ganz geringer Anteil tatsächlich Leber ist. Als Konsument erwartet man sich ja doch, dass zumindest mehr als 50 % aus dem namensgebenden Lebensmittel, in diesem Fall Kalbsleber, besteht. Aber die EU ist da anderer Meinung, das gleiche Spiel bei Säften etc.
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