dm Babylove Zucchini mit Kartoffeln

Mit Reis

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veröffentlicht: 11.05.2017

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Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein Babybrei mit der Bezeichnung „Zucchini Kartoffel“, der wider Erwarten auch Reis enthält. 

 

Das steht drauf: dm Babylove Zucchini mit Kartoffeln

Gekauft bei: dm

Das ist das Problem

dm babylove Zucchini mit Kartoffeln wird vom Hersteller als Beikost nach dem 4. Monat angeboten. Auf dem Gläschen-Etikett sind Zucchini und Erdäpfel abgebildet. Gleich darunter ist der Hinweis „ohne Salz-Zusatz“ aufgedruckt. Sowohl der Produktname als auch die Gestaltung des Etiketts legen nahe, dass hier ausschließlich Zucchini und Erdäpfel drin sind.

Das stimmt aber nicht, stellte eine KONSUMENT-Leserin verärgert fest. Sie hatte ein Gläschen babylove Zucchini mit Kartoffeln gekauft. Als sie dann die Etikettenaufschrift genau las, erfuhr sie: Das Produkt besteht zu 48 % aus Gemüse (25 % Zucchini, 23 % Kartoffeln), aus Wasser, gemahlenem Reis und 1 % Rapsöl.

Reis auf der Vorderseite nicht angeführt

Sie schrieb uns: „… mir ist aufgefallen, dass es die Firma babylove mit der Kennzeichnung ihrer Produkte nicht ganz ernst nimmt. Wenn am Glas vorne draufsteht: Zucchini mit Kartoffeln, nimmt der Konsument ja an, dass auch nur das drinnen ist. Nach genauerem Schauen auf der Rückseite entdeckt man erst, dass nur 48 % Gemüse drinnen ist und Reis. Von Reis ist auf der Vorderseite aber nichts zu lesen ….“

Rechtlich in Ordnung

Rein rechtlich ist gegen diese Produktdeklaration nichts einzuwenden. Extra ausgelobte Zutaten bzw. Zutaten, nach denen ein Produkt benannt ist, müssen nach der sogenannten QUID-Regelung (QUID = quantitative ingredients declaration) in der Zutatenliste zusätzlich in Prozent ausgewiesen sein. Diese Vorgabe ist bei dm babylove Zucchini mit Kartoffeln erfüllt.

Konsumentenfreundliche Deklaration wünschenswert

Viele Eltern möchten aber gerne auf Anhieb erkennen können, woraus sich Babynahrung zusammensetzt. Es sollten daher sämtliche Zutaten vorne auf dem Etikett gut sicht- und lesbar aufgedruckt sein. Dann wäre das Produkt nicht nur rechtlich korrekt, sondern auch konsumentenfreundlich deklariert.

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