Ölz Farmer Soft Sandwich

Großteils aus Weizenmehl

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veröffentlicht: 09.06.2015

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   Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein Soft Sandwich, das groß mit Roggen angibt, aber überwiegend aus Weizenmehl erzeugt ist.

 

Das steht drauf: Ölz Farmer Soft Sandwich

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

„Mit Roggen“ steht groß und farblich unterlegt auf der Packung Farmer Soft Sandwich von Meisterbäcker Ölz. Das Toastbrot ist dunkel; also steckt wohl Roggenvollkornmehlbrot in der Packung? Nein.

5 Prozent Roggenflocken

Aber um das zu erfahren, muss man sich durch das Kleingedruckte auf der Packungsrückseite ackern. In der Sachbezeichnung entpuppt sich das vermeintliche Roggenvollkornbrot als Weizenbrot mit Roggenflocken. Es enthält laut Zutatenliste 57 % Weizenmehl, Wasser, Weizensauerteig (Weizenmehl, Wasser), gerade einmal 5 % Roggenflocken und neben etlichen weiteren Zutaten auch Karamellzuckersirup (Zucker, Wasser). Ihm verdankt dieses Toastbrot also seine dunkle Farbe.

Brotfarbe durch Roggenanteil ...

Vollkornbrot wird aus ganzen Getreidekörnern, Vollkornschrot oder Vollkornmehl (auch Vollmehl genannt) hergestellt. Werden auch andere Mehle beigemengt, dürfen diese maximal 10 Prozent des Gesamtgewichtes ausmachen. Vollkornbrot muss also zu mindestens 90 Prozent aus Vollkorn-Grundzutaten bestehen. Ist Brot als „Vollkornbrot“ gekennzeichnet, muss deklariert sein, wie viel von welchen Vollkorn-Grundzutaten es enthält.

Die Brotfarbe hängt vor allem davon ab, ob und wie viel Roggen es enthält (je mehr, desto dunkler), wie hoch sein Vollkornanteil ist, ob man dunkles Gersten- oder Weizenmalz (Farbmalz) zugesetzt hat und welches Backverfahren angewendet wurde. Ob eine Färbung durch Malz kenntlich zu machen ist, wird zurzeit kontrovers diskutiert.

... oder durch andere färbende Zutaten

Unserer Ansicht nach sollte aber bereits auf der Packungsvorderseite deutlich auf färbende Zutaten (wie z.B. Karamellzuckersirup) hingewiesen werden. Denn bei dunklem Brot gehen Konsumenten oft automatisch davon aus, dass es zu höheren Anteilen aus Roggen bzw. Vollkorn-Grundzutaten erzeugt wurde. Wie dieses Produktbeispiel zeigt, stimmt das eben nicht immer.


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