Shan Shi Wasabi Paste

Auf Wasabi getrimmt

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veröffentlicht: 26.04.2018

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: eine Wasabi Paste fast ohne Wasabi.

 

Das steht drauf: Shan Shi Wasabi Paste

Gekauft bei: Interspar

Das ist das Problem

Wasabi, der hellgrüne, scharfe japanische Meerrettich oder Wassermeerrettich, wird in der japanischen Küche gern als Würze verwendet. In Europa ist Wasabi vor allem als Pulver oder Paste erhältlich, frische Wurzeln gibt es nur in Spezialgeschäften. Wasabi ist mittlerweile auch bei uns in etlichen Rezepten als Zutat vorgesehen.
In Supermärkten wird Wasabi-Paste verschiedener Hersteller und Marken angeboten. So auch unter der Marke San Shi. „Wasabi Paste“ prangt in großen Lettern auf der Packung, darunter steht in kleinerer Schrift „Meerrettich-Paste“. Zusätzlich sind auf dem Karton eine Kugel grüne Paste und zwei Maki Sushi (zu denen Wasabi dazugehört) abgebildet.

Hauptsächlich europäischer Meerrettich

Wasabi ist japanischer Meerrettich. Das legt doch nahe, dass in dieser Packung Paste drinsteckt, die großteils aus grünem, japanischem Meerrettich erzeugt ist, oder? Fehlanzeige! Denn in der kleingedruckten Sachbezeichnung ist das Produkt plötzlich als „Meerrettich-Paste mit Wasabi“ deklariert. Also handelt es sich bei dem in dieser Paste hauptsächlich enthaltenen Meerrettich wohl um europäischen, cremefarbenen Meerrettich, nicht um japanischen. Die Zutatenliste gibt endgültig Aufschluss. Ihr zufolge setzt sich die Paste aus dem Feuchthaltemittel Sorbit, aus 17 % Meerrettich, Laktose, Sojaöl, 9,5 % Meerrettichpulver, Wasser, Speisesalz, 1 % Wasabipulver, Senföl, Kurkumapulver, dem Säuerungsmittel Citronensäure, dem Verdickungsmittel Xanthan und den Farbstoffen Brillantblau FCF und Tartrazin zusammen.

Nur 1 Prozent Wasabi

Kurz: In Shan Shi Wasabi Paste ist in erster Linie europäischer Meerrettich und lediglich 1 % Wasabi in Pulverform verarbeitet. Damit die Paste trotzdem nach Wasabi aussieht, wurden die Farbstoffe Brillantblau FCF und Tartrazin zugesetzt.

Wir meinen: Wo Wasabi draufsteht, sollte hauptsächlich Wasabi – und nicht gefärbter Kren – drin sein! Der Farbstoff Tartrazin kann übrigens bei Kindern die Aktivität und Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Das Produkt kann zudem bei übermäßigem Verzehr abführend wirken (aufgrund des enthaltenen Sorbits). Auf der Packung wird auf beides, wie gesetzlich vorgeschrieben, hingewiesen.

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