KONSUMENT.AT - Spar Gurken und Tomaten - Seltsam deklarierte Ware

Spar Gurken und Tomaten

Verwirrung vorprogrammiert

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veröffentlicht: 23.01.2020

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Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: seltsam deklarierte Gurken und Paradeiser von Interspar.

Das steht drauf: Spar Gurken, Spar Midi Rispentomaten

Gekauft bei: Interspar

Das ist das Problem

Schlampige oder falsche Herkunftsangaben bei Obst und Gemüse sind ein Dauerbrenner. Immer wieder erreichen uns Beschwerden von Lesern zu dieser offenbar unendlichen Geschichte. Kein Wunder: Wer wissen möchte, wo genau die Früchte oder das Grünzeug seiner Wahl wachsen, kommt oft aus dem Staunen nicht heraus. So zum Beispiel Kunden in einer Wiener Filiale von Interspar. Dort setzte der Handelsriese zum Ärger der Konsumenten bei der Angabe der Herkunft auf Kreativität statt auf Genauigkeit.

Die angebotenen Gurken kamen aus „Spanien/Österreich“. Eine solche Angabe macht vor allem bei lose verkaufter Ware keinen Sinn. Oder kann man einer unverpackten Salatgurke ansehen, ob sie unter einer Plastikplane auf der Iberischen Halbinsel gewachsen ist oder aus einem Glashaus in der steirischen Thermenregion kommt? Das dazu befragte Personal in der Filiale konnte dazu leider auch keine Auskunft geben.

Widersprüchliche Kennzeichnung

Die Herkunft der Rispentomaten wurde am Regal mit „Span/ital“ ausgeschildert. Abgesehen von der originellen Rechtschreibung gab es noch eine Überraschung. Die verpackten Paradeiser stammten weder aus Spanien noch aus Italien. „Herkunft: Österreich“ war am Etikett klein gedruckt zu lesen. Den Hinweis, dass diese Kennzeichnung widersprüchlich ist, quittierte ein Mitarbeiter mit einem genervten „dann werden wir halt ein Schild mit ,Herkunft siehe Verpackung‘ hingeben“.

Welches ist das richtige Herkunftsland?

In unserem KONSUMENT-Lebensmittel-Check Spar Gurken und Birnen vom 6.8.2019 gab es Ärger mit Gurken aus Spanien, die am Regalschild mit Herkunftsland Österreich gekennzeichnet waren. Jetzt als Herkunftsbezeichnung einfach „Spanien/Österreich“ anzugeben, ist auch keine Lösung. Dasselbe gilt für „Spanien/Italien“. Entweder – oder und die Sache hat sich.

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