KONSUMENT.AT - Vollkraft Klare Suppe - Palmfett im Bio-Produkt

Vollkraft Klare Suppe

Mit Palmfett

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veröffentlicht: 01.09.2020

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Bio-Suppenwürfel, in denen überraschenderweise Palmfett verarbeitet ist.

Das steht drauf:  Vollkraft Klare Suppe

Gekauft bei: denn‘s

Das ist das Problem

Vollkraft Klare Suppe aus kontrolliert biologischem Anbau wirbt auf der Packung mit dem Hinweis „nach Hildegard von Bingen“. Laut Packungsaufschrift sind die Suppenwürfel obendrein ohne Hefeextrakt, lactosefrei, glutenfrei und vegan.

Doch Überraschung: Laut Zutatenliste enthält Vollkraft Klare Suppe Palmfett. Genauer: Palmfett ist gleich nach Meersalz zweite Hauptzutat.

Unerwartete Zutat

Die Kundin, die uns auf dieses Produkt aufmerksam gemacht hatte, monierte: „Die Klare Suppe von Vollkraft enthält Palmöl! Das hätte ich mir, da es ein biologisch erzeugtes Produkt mit der Aufschrift ,nach Hildegard von Bingen‘ ist, nicht erwartet! Hat Hildegard von Bingen auch bereits Palmöl für ihre Suppe verwendet?“

Scheint in der Zutatenliste konventioneller Suppenwürfel Palmfett auf, wird das wohl nicht allzu viele Konsumenten wundern. Bei Bio-Suppenwürfeln ist das anders. Umso mehr, wenn sie sich mit dem Hinweis „nach Hildegard von Bingen“ schmücken.

Zutatenliste genau lesen

Wer Produkte ohne Palmfett will, kommt um das genaue Lesen der Zutatenliste nicht herum. Viele Produkte werden bereits palmölfrei produziert, der Vergleich lohnt sich!

 

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Kommentare

  • Die zukunftsweisende Hildegard
    von Mnemosyne am 02.09.2020 um 18:12
    Tja in den alten Manuskripten der an Migräne leidenden Hildegard von Bingen sind neuerdings auch Handelsverträge mit der Wilmar International für Palmöl-Lieferungen aus Indonesien aufgetaucht. Die gute Hildegard hatte zwischen ihren Cluster-Kopfschmerzen und Auren, die sie irrtümlich für göttliche Visionen und Marienerscheiungen hielt, immer nach Steuerentlastung und guten Deals Ausschau gehalten.

    Klar musste sie da auch vorsorglich beim Fett sparen, sonst wären die ganzen zukünftigen Reformshausprodukte, die mit ihren Erkenntnissen aber auch rein gar nichts mehr zu tun haben, doch viel zu teuer in der Produktion.

    Auch aufgetaucht in ihren Unterlagen: DaVinci-artige Skizzen von Suppenwürfeln, industriell gepresst und kaum von Knorr und anderen Herstellern zu unterscheiden. Verblüffend! Oder: Kräutertee-Beutel und Kunststoff-Salzstreuer, nach "ihren" Lehren hergestellt.

    Da gibt es übrigens noch jemand, dessen "Lehren" abgeändert, umgeschrieben, zensuriert und durch kommerziell ausgeschlachtet werden: Hahnemann. Aber das ist dann eine andere Geschichte.