KONSUMENT.AT - Zurück zum Ursprung kleinblättrige Haferflocken - Packungsaufschrift gibt genaue Auskunft

Zurück zum Ursprung kleinblättrige Haferflocken

Seite 1 von 2

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 09.10.2020

Inhalt

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Haferflocken aus Waldviertler Hafer, die in Vorarlberg erzeugt werden.

Das steht drauf: Zurück zum Ursprung kleinblättrige Haferflocken

Gekauft bei: Hofer

Das ist das Problem

In der Bio-Landwirtschaft dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel verwendet werden und es wird Wert auf den Erhalt der Artenvielfalt gelegt. Die Umwelt wird auf diese Weise geschont. Bio-Produkte aus der näheren Umgebung zu beziehen ermöglicht auch, die Transportwege kurz zu halten.

Vom Waldviertel nach Vorarlberg zum Abpacken

Zurück zum Ursprung kleinblättrige Haferflocken haben allerdings schon viele Kilometer hinter sich gebracht, bevor sie im Geschäftsregal landen. Das Produkt wirbt auf der Packungsvorderseite mit dem Hinweis „aus Waldviertler Hafer“. Beim Lesen der Aufschrift auf der Packungsrückseite erfährt man, dass der Hafer zur Erzeugung der Haferflocken und zum Abpacken aus dem Waldviertel nach Vorarlberg transportiert wird.

Der Konsument, der uns dieses Produkt meldete, schrieb verärgert: „Nachdem ich auf der Packung von den WALDVIERTLER Haferflocken gesehen habe, dass diese in HÖRBRANZ (Vorarlberg) abgepackt werden, hat mein Vertrauen in die Marke „Zurück zum Ursprung" massiv gelitten. Mit „Zurück zum Ursprung" hat es ja wenig zu tun, wenn man die Haferflocken aus Niederösterreich zur Verpackung nach Vorarlberg schickt. Dabei wirbt „Zurück zum Ursprung" so stark für die Regionalität, geringe Verkehrsbelastung usw.“

Suche nach Verarbeitungsbetrieb in der Nähe

Und was sagt Hofer dazu? Aktuell gebe es in Österreich nur einen Verarbeiter für Groß- und Kleinblatthaferflocken, der dem „Prüf Nach!“-Standard entspräche. Dieser befinde sich in Vorarlberg. Man sei laufend auf der Suche nach geeigneten Partnerbetrieben, um die Transportwege in den Produktionsprozessen so effizient wie möglich zu gestalten, und werde alle Möglichkeiten ausschöpfen, um gemeinsam mit „Prüf Nach!“ einen Betrieb zu finden, der möglichst nahe beim Anbaugebiet angesiedelt ist.

Wir hoffen, dass sich bald ein geeigneter Betrieb findet, und bleiben dran.

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
2 Stimmen
Weiterlesen