KONSUMENT.AT - Pflege: Sterbebegleitung und Beruf vereinbaren - Verlängerung, Rückkehr und besonderer Schutz

Pflege: Sterbebegleitung und Beruf vereinbaren

Letzte Wege

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KONSUMENT 9/2018 veröffentlicht: 20.08.2018

Inhalt

Verlängerung

Auch die Verlängerung der Familienhospizkarenz um maximal drei Monate ist dem Arbeitgeber schriftlich bekannt zu geben und der Grund dafür ist glaubhaft zu machen. Die Meldung muss spätestens zehn Arbeitstage vor der Verlängerung beim Arbeitgeber einlangen. Ist der Arbeitgeber nicht einverstanden, kann er binnen zehn Arbeitstagen ab Zugang der Meldung eine Klage beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht einbringen. Der Arbeitnehmer ist ­berechtigt, die Sterbebegleitung bis zur Entscheidung des Gerichts zu verlängern, es sei denn, das Gericht hat auf Antrag des Arbeitgebers eine einstweilige Verfügung erlassen.

Rückkehrrecht

Nach dem Ende der ­Familienhospizkarenz besteht das Recht auf Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit sowie auf Beschäftigung in der Verwendung, die dem Arbeitsvertrag entspricht. Endet die Sterbebegleitung vorzeitig, muss der Arbeitnehmer dies dem Arbeitgeber unverzüglich bekannt geben.

Besonderer Schutz

Ab Bekanntgabe einer Inanspruchnahme der Sterbebegleitung bis vier Wochen nach deren (vorzeitigem) Ende besteht ein Kündigungs- und Entlassungsschutz. Eine Kündigung oder Entlassung kann nur dann rechtwirksam ausgesprochen werden, wenn vorher die Zustimmung des zuständigen Arbeits- und Sozialgerichts eingeholt wurde.

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