KONSUMENT.AT - Lebensdauer von Produkten - Reparaturhandbuch online gestellt: Toshiba droht mit Klage

Lebensdauer von Produkten

Geplante Obsoleszenz

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KONSUMENT 2/2013 veröffentlicht: 24.01.2013, aktualisiert: 23.02.2017

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iPhone: Kunde kann Akku kann nicht tauschen

Wirklich gelernt hat das einstige Flaggschiff in Sachen Benutzerfreundlichkeit daraus aber offensichtlich nicht: Auch die aktuellen iPhones verfügen über einen fest eingebauten, vom Anwender nicht austauschbaren Akku. Der hält rund 500 Ladezyklen lang. Bei üblicher Nutzug entspricht das etwa einem Zeitraum von zwei Jahren – just so lange ist (welch ein Zufall) auch die Mindestvertragsdauer der Netzbetreiber für die angeblichen „0-Euro“- oder drastisch „verbilligten“ Smartphones.

Plan C: Reparaturen unerschwinglich machen

Kaum hält man eine Steigerung noch für möglich – und dennoch ist es so, sagen die Obsoleszenz-Kritiker. Bei Laptops, Smartphones, Handys und anderen Geräten kann der Konsument nicht einfach in den nächsten Shop gehen, um einen Teil ersetzen zu lassen. Er muss das defekte Gerät vielmehr in einen vom Hersteller dazu autorisierten Betrieb bringen (lassen), welcher sich penibel an die (Kosten-)Vorgaben eben dieses Herstellers zu halten hat.

Ersatzteile nicht lieferbar

Die dort verlangten Preise sind häufig nicht nachvollziehbar und liegen – erneuter Zufall? – meist nur knapp unter den Kosten für ein Neugerät. Alternativen dazu gibt es für den Verbraucher nicht: Reparaturanleitungen werden gegenüber Dritten (etwa freien Werkstätten) unter strengem Verschluss gehalten, Ersatzteile schlicht nicht geliefert. Diese Erfahrung musste unlängst auch der Betreiber einer in Australien beheimateten Website (www.ifixit.com) machen, der kostenlos Reparaturhandbücher für Toshiba-Laptops anbot: Der Hersteller drohte ihm mit Berufung auf das Copyright mit einer Klage in der astronomischen Höhe von 150.000 Dollar pro Handbuch. Der Betreiber nahm die Unterlagen vom Server …

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Kommentare

  • Kunden wollen das so ...
    von geos am 25.02.2017 um 10:17
    Kunden wollen das so. Wirklich? Würde die Wirtschaft das ehrlich meinen, dann würde man in den Geschäften nicht nur den ("Billig"-)Ramsch bekommen, sondern neben dem Gerät mit dem Billigchip/Plastikzahnrad/etc. müsste auch das Gerät mit dem guten haltbaren Chip/Metallzahnrad/haltbaren Bauteilen stehen. Die paar Euro Preisdifferenz (zwischen den billigen und den haltbaren Bauteilen) würden wohl die Meisten gern zahlen. (Zgonc-Verkäufer (sinngemäß): Wenn wir gute Produkte auch anbieten kauft niemand den Ramsch). Somit wäre die einzige Prodestmöglichkeit gar nicht kaufen. Argument Arbeitsplätze erhalten? Wenn alle so agieren führt das nur dazu, dass wir ALLE öfter kaufen müssen - wir erhalten uns unsere Arbeitsplätze selber, den Gewinn streichen die Unternehmer/Konzerne ein.
  • Geplante Obsoleszenz, geplante Inkompatibilität gepaart mit inhaltsloser aber stimulierender Werbung
    von good vibrations am 24.09.2016 um 16:29
    ...bringt uns um mehr als zwei Wochen arbeitsfreie Zeit und müllt den Planeten zu, bereichert aber hauptsächlich die Großkonzerne.Für die ist ein Produkt überhaupt nur ein Kostenträger, ansonsten ohne Verantwortung und nicht für unsere Bedürfnisse hergestellt. Geplante Obsoleszenz gibt es in den USA flächendeckend seit ende der 50-er und ist Grundlage der globalen Wirtschaft. Dies und einiges weiteres in einem erhellenden Vortrag von Prof Christian Kreiß: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=61165
  • Geschirrspüler AEG um 700 Euro Schrott
    von jue5761 am 26.12.2014 um 21:23
    Nach 2 Jahren und 3 Monaten ist die Wanne durchgerostet. Garantie ist vor 3 Monaten abgelaufen. Für mich ein Totalschaden.
  • GRUNDIG Radiowecker Sonoclock 690
    von walterbasch am 15.07.2014 um 13:24
    Kurz nach Ablauf der Garantie bei meinem GRUNDIG Radiowecker Sonoclock 690 war plötzlich der Senderspeicher weg und die Zeitanzeige blinkte trotz neuer Stützbatterie. Meine Bitte um Kulanzreparatur wurde von Grundig mit "Diese Geraete sind irreparabel.....tut uns leid..." beantwortet. Nach gründlicher Recherche im Internet konnte ich unzählige Betroffene finden, bei denen das gleiche Gerät mit identischem Fehler kurz nach Ablauf der Garantie unbrauchbar wurde. Ich liess nicht locker und fand heraus, wie das Gerät mit geringstem Aufwand von wenigen Cent zu reparieren ist. Die Anleitung für den Austausch des zu schwachen SMD-Transistors Q110 gegen einen gängigen PNP-Transistor habe ich bei den Amazon-Kundenrezensionen gepostet und inzwischen etliche Zuschriften auf briwal@gmx.at über erfolgreiche Reparaturen aus Österreich und Deutschland erhalten. Auf Anfrage werden die erforderlichen Unterlagen (Mainboard-Stromlauf- und Bestückungsplan) gern kostenlos per Mail übermittelt. Mir ist unverständlich, warum GRUNDIG wegen weniger Cent hunderte Kunden verärgert
  • Lebensdauer Drucker HP 7510 e: genau eine Garantie lang !
    von peter20 am 27.02.2014 um 22:33
    Ich habe diesen Drucker am 24.01.2012 installiert. Der Drucker ist an und für sich sehr gut und erfüllte alle meine Erwartungen, aber genau am 08.01.2014 war lt. Help-Funktionen der Druckerkopf kaputt (druckte nur Farbflächen, aber keine Druckzeichen). Habe den Druckkopf ausgetauscht, dann funktionierte der Drucker wieder bis zum 27.02.1014. Jetzt ist der gleiche Fehler wieder da. Mir scheint jeder weitere Versuch zur Reparatur sinnlos.