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Online-Ticketshops

16 € sind kein Pappenstiel

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KONSUMENT 8/2011 veröffentlicht: 26.07.2011

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Abzocke im Netz

Beim Europäischen Verbraucherzentrum in Wien häufen sich Beschwerden über online bestellte und nicht gelieferte Tickets.

Als Pink Floyd im Frühjahr in Mailand gastierten, zog es auch Günter B. in die lombardische Metropole. Er und einige Freunde bestellten ihre Tickets online bei der Plattform euroteam.com und erhielten die Nachricht, dass die Karten an einem beschriebenen Treffpunkt vor Ort ausgegeben würden. In Mailand gab es dann allerdings ein böses Erwachen.

Am angegebenen Treffpunkt stieß die Gruppe zwar auf gut 50 mehr oder weniger verzweifelte Konzertbesucherinnen und -besucher, die ebenfalls bei Euroteam gebucht hatten, von den Mittelsmännern, die die Tickets hätten überreichen sollen, fehlte allerdings jede Spur. Zehn Minuten vor Konzertbeginn tauchte schließlich ein Euroteam-Mitarbeiter auf, allerdings hatte er nur 20 Eintrittskarten dabei. Günter B. und seine Freunde hatten Glück, doch viele andere Fans gingen leer aus.

Euroteam nicht unbekannt

Beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Wien (www.europakonsument.at) ist die norwegische Firma Euroteam nicht unbekannt. Über den Anbieter kursieren mehrere Beschwerden, weil im Voraus bestellte und bezahlte Tickets nicht geliefert wurden.

Das EVZ rät deshalb, Konzertkarten von den offiziellen Vorverkaufsstellen zu beziehen. Sämtliche Bestellunterlagen sollten ausgedruckt und aufgehoben werden. Falls ein Ausdrucken nicht möglich ist, etwa bei Popups, sollten Screenshots angefertigt ­werden. Bei ungewöhnlich günstigen oder exklusiven Angeboten von Eintrittskarten im Internet oder Kartenangeboten für bereits ausverkaufte Konzerte ist grundsätzlich Misstrauen angebracht. Karten dieser Art können gefälscht sein, über dubiose Kanäle in den Verkauf gelangt sein oder sie existieren gar nicht.

Kreditkarte: Rückbuchung der Ticket­kosten

Wurden Tickets per Kreditkarte bezahlt und nicht geliefert, sollten Sie sich mit ihrem Kreditkartenunternehmen in Verbindung setzen und dieses nach der Veranstaltung schriftlich ersuchen, eine Rückbuchung der Ticket­kosten aufgrund Nichterbringung der vereinbarten Leistung zu erwirken. Viele Zahlungsinstitute gehen darauf ein. 

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