KONSUMENT.AT - Nüsse - Test Nüsse: Billa, Happy Harvest, Spar, ...

Nüsse

(K)ein Schimmel-Alarm

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KONSUMENT 12/2015 veröffentlicht: 26.11.2015, aktualisiert: 01.12.2015

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Nüsse und Mandeln sind leicht verderblich – vor allem, wenn sie bereits geschält oder gerieben sind. Doch nur eine Packung Bio-Haselnüsse – das teuerste Produkt im Test – war stark mit Schimmelpilzgiften belastet.

Folgende Nüsse sind in unserem Test:

Haselnüsse:

  • Alesto
  • Backidee
  • Billa
  • Dennree
  • Happy Harvest
  • Spar

Mandeln:

  • Alnatura
  • Back Mit
  • Basic
  • Billa
  • Happy Harvest
  • Spar

Walnüsse:

  • Back Mit
  • Farm Gold
  • Goldpack
  • Naschmarkt - Sarahs Früchte
  • GM Pesendorfer
  • Spar Vital
  • Sweet Gold

In den Testtabellen finden Sie Angaben zu: Organoleptik, Beschaffenheit, Aflatoxine, Kennzeichnung und Herkunft.


Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne selbst gemachte Kekse: Wer gern bäckt, weiß: Etliche Zutaten sind leicht verderblich und daher heikel. So auch Nüsse und Mandeln. Sie sind anfällig für Schimmelpilze und werden schnell ranzig.

20 verschiedene Proben getestet

Wir haben 20 verschiedene Proben Haselnüsse, Mandeln und Walnüsse sowohl als Kerne als auch gerieben in Supermärkten, bei Diskontern, in Bio-Läden und auf dem Wiener Naschmarkt ausgewählt. Pro 100 Gramm Nüsse bzw. Mandeln zahlten wir zwischen 1,45 Euro (Happy Harvest Mandeln) und 3,29 Euro (Dennree Haselnüsse). Nur die Mandeln von Alnatura und von Basic sowie die Dennree Haselnüsse stammen aus biologischem Anbau und sind daher teurer als die konventionell erzeugten Produkte.

Bio-Nüsse werden überwiegend in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben oder von Genossenschaften kultiviert. Um sie während der Lagerung vor Insekten zu schützen, dürfen nur bestimmte, technisch aufwendigere Methoden angewandt werden als bei Ware aus konventionellem Anbau. Ihre Schalen sind oft fleckig, da das Bleichen mit Schwefel verboten ist.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Spar, Alesto, Happy Harvest, Spar, Billa, Backidee, Dennree, Farm Gold, Back mit, Goldpack, Spar Vital, Naschmarkt - Sarahs Früchte, Sweet Gold, GM Pesendorfer, Back Mit , Happy Harvest, Alnatura, Spar, Basic, Billa

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Wertung: 5 von 5 Sternen
29 Stimmen

Kommentare

  • Bio versus nicht bio
    von REDAKTION am 19.08.2019 um 12:25
    Antwort an Amarone 1977:

    In der Bio-Landwirtschaft ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln untersagt.
    Die Unterschiede zu konventionellen Nüssen liegen neben dem Anbau vor allem in der Lagerung und Verarbeitung. Bei Bio-Nüssen ist die Begasung mit dem ozonschädigenden Methylbromid oder mit Phosphorsäureestern verboten. Dies dient dem Schutz während der Lagerung. Bio-Verarbeiter setzen meist die sogenannte Druckentwesung ein. Sie erfolgt mit Kohlendioxid und ist technischer aufwendiger als die herkömmliche Methode. Weiterhin ist das Bleichen der Schale mit Schwefel nicht erlaubt. Dieses Verfahren wird eingesetzt, weil das in der äußeren Nussschale enthaltene Tannin die Schalen unansehnlich dunkel färbt. Daher haben ungeknackte Bio-Nüsse im Handel oft eine fleckige Schale.

    Ihr KONSUMENT-Team
  • Bio versus Nicht bio
    von amarone1977 am 14.08.2019 um 17:19
    Liebe Konsument-Redaktion!
    Was ich bei diesem Artikel leider ein wenig vermisse, ist die genauere Beschreibung von Unterschieden von Bio-Produkten und Nicht-Bioprodukten.
    Bei Weintrauben z.B. gab es von Ihnen auch einen sehr erhellenden Test über bis zu neun verschiedene Pestizide auf Weintrauben.

    Was macht eine Bio-Hasel-/Walnuss/Mandel konkret zu einer solchen?
    Finden sich evtl. Spritzmittel auf Nüssen aus konventioneller Landwirtschaft?

    Was dürften konventionelle Landwirte beim Anbau dieser Produkte, was Bio-Bauern nicht dürfen?

  • Goldpack Walnüsse ranzig
    von Blitzhexe am 18.12.2015 um 09:56
    Ich kann nur allen raten, die gern Weihnachtsbäckerei machen, dass sie die Nüsse vor dem Zugeben zur Teigmasse kosten! Ich musste heuer 1,3 kg fertig hergestellten Teig wegwerfen, da er unglaublich scharf und bitter schmeckte. Dabei hatte ich die Goldpack Walnüsse frisch bei Spar gekauft und ihr MHD läuft erst im Frühjahr kommenden Jahres ab. Für die weitere Bäckerei kaufte ich dann Happy Harvest Walnüsse von Hofer. Ich habe beide verkostet - Ergebnis: die Goldpack Walnüsse waren eindeutig verdorben und schmeckten scharf und bitter, die Happy Harvest Walnüsse mild und nussig. Dies ist mir zum ersten Mal passiert. In Zukunft heißt es: erst kosten, dann zum Teig geben!
  • Schimmel
    von REDAKTION am 02.12.2015 um 15:07
    Dass Arsen in Reis ein Problem sein kann, wissen wir. Schimmlige Reiskörner sind uns in der täglichen Arbeit bisher noch nicht untergekommen. Wissen Sie noch, welche Marken betroffen waren? Falls Sie wieder verschimmelten Reis erwischen sollten: Informieren Sie umgehend das Marktamt (Wien) bzw. die Lebensmittelkontrolle bei der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft (Bundesländer). Diese sind als Behörde zuständig und können amtliche Proben ziehen bzw. weitergehende Untersuchungen veranlassen. Ihr Konsument-Team
  • Schimmelpilz nicht nur in Nüssen
    von susie am 02.12.2015 um 07:46
    Ich habe nun schon das zweite Mal einen Reis gekauft der leider bei der Packungsöffnung schimmelig riecht. Es waren zwei unterschiedliche Marken. Werden Sie auch Reis auf Schimmelpilzgifte testen?