Paketdienste: Beschwerden

Nicht alles verloren

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KONSUMENT 3/2017 veröffentlicht: 23.02.2017

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Wussten Sie, dass die Aufsichtsbehörde RTR auch für Beschwerden bei der Paketzustellung zuständig ist? Trotz allgegenwärtiger negativer Erfahrungen weist die Behörde lediglich 89 "Schlichtungsfälle" aus. Wir sagen Ihnen, wie Sie am besten vorgehen.

Routinierte Partygeher und erfahrene Stammtisch-Hocker wissen es: Droht der Prosecco-Smalltalk oder der Schmäh am Wirtshaustisch zu erlahmen, bedarf es nur eines Satzes, um die Kommunikation wieder auf Hochtouren zu katapultieren: "Ihr werdet ja nicht glauben, was ich unlängst erlebt habe, als ich auf ein Paket wartete".

Das genügt, um selbst den größten Partymuffel ins Gespräch einzubeziehen und den ein­gedösten Stammtischbruder wieder auf­zuwecken. Denn zum Thema Paketzustellung fällt allen etwas ein, da hat ­jeder eigene – oft negative – Erleb­nisse einzubringen. Das ist beobachtbare Alltagserfahrung. Die offiziellen Zahlen dazu sehen freilich ganz anders aus.

Nur 89 Beschwerden ...

Wie die zuständige Aufsichtsbehörde RTR (Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH) in ihrem "Kommunikationsbericht 2015" anführt, kam es in diesem Jahr zu gerade ­einmal 89 Beschwerdeverfahren (offiziell: "Schlichtungsfälle") im Zusammenhang mit der Paketzustellung durch die Post AG und die privaten Zustelldienste. Wer hier die ­"bösen Buben" sind, das veröffentlicht die Behörde nicht.

... bei 141 Millionen Paketen?

Sehr im Unterschied zu den Beschwerde­fällen im Mobilfunkbereich, wo Ross und Reiter genannt werden: Dort ­waren es im selben Zeitraum trotz Rekord-Tief an Reklamationen 2.409 Schlichtungsfälle (in der Reihenfolge Drei, A1, T-Mobile). Diese stammen aus rund 13,5 Millionen im Einsatz ­befindlichen SIM-Karten. ­Eine eher bescheidene Zahl, im Vergleich zu den 141,1 Millionen Paketsendungen, die es 2015 in Österreich zuzustellen galt (weitere 17 Millionen gingen ins Ausland).


Was unsere Leserinnen und Leser so alles mit Zustelldiensten erlebt haben, lesen Sie unter: Zustelldienste: Lesererfahrungen 3/2017 .

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Kommentare

  • Zu faul?
    von msi68 am 11.10.2018 um 09:37
    Ich (sollte) mehrfach pro Woche Lieferungen von Paketdiensten erhalten. Kürzlich war ein sehr interessanter Tag. Am Vormittag stellte die Post problemlos zu, rund 30 Minuten vorher (UPS) und eine Stunde nachher (DHL) haben angeblich einen Zustellversuch unternommen. Nachdem ich anwesend war gehe ich von FAULHEIT der betreffenden Zusteller aus da es im Haus keinen Lift gibt und es einfacher ist einfach einen Zettel in den Postkasten zu werfen, was leider auch nicht mehr Usus ist. Die Pakete wurden wieder an anderen Adressen hinterlegt, weil ich angeblich nicht angetroffen wurde. Es ist auch eine absolute Unart, dass auf diesen Zetteln der Absender so gut wie nie angeführt wird! Selbst wenn man online nachsieht wo die Sendung ist (Tracking) ist es im seltensten Fall möglich den Absender > NAME – FIRMA – ETC herauszufinden. Mit der Absenderpostleitzahl fangen die wenigsten etwas an.
    Ich für meinen Teil boykottiere jene Zusteller, welche einfach nicht zustellen wollen. Ich hole das Paket nicht ab und reklamiere beim Absender und beim Zustelldienst. Wie komme ich dazu meine Runden zu drehen und die Pakete einzusammeln?
    An oben beschriebenen Tag am späten Nachmittag kam DHL Express um ein Paket zuzustellen. Alles ging problemlos. Sein Kollege am Vormittag hatte offensichtlich andere Probleme. Aber das ist eine andere Geschichte.
    Noch kein kleiner Nachtrag: Ich gebe bei Onlinebestellungen im Adresszusatz immer meine Rufnummer ein. Dies wird von den Zustellern zu 99% ignoriert.
  • RTR ist eine reine Schlichtungsstelle und keine Stelle mit Sanktionsbefugnis!!!!!
    von Konsument 1964 am 28.05.2018 um 12:10
    Daher werden sich die Leute ersparen, sich dorthin zu wenden und die wollen auch x Nachweise, was ist, wenn man nur telefoniert? Ich habe mich wegen DHL schon an eine überregionale Schlichtungsstelle (reclabox) gewendet, die in allen DACH-Staaten vertreten ist, da ja der Versender meist in Deutschland, seltener auch in der Schweiz sitzt. Mein Problemfall DHL verweigert dort jede Stellungnahme, was wird er da bei RTR machen??????????????? Ich habe IMMER negative Erfahrungen mit Schlichtungs- und Ombudsstellen gemacht, denn wenn das Unternehmen nicht will und die fraglichen Unternehmen wollten nie, dann kann die Schlichtungsstelle nichts machen. Die Schlichtung wirkt höchstens bei einem Kleinunternehmen.
  • DHL-Fortsetzung
    von Konsument 1964 am 17.08.2017 um 11:59
    Das in meinem alten Posting fand sich unter dem Schuhabstreifer, natürlich ohne Bestätigung. Das nächste Paket wieder beim Nachbarn abgegeben. Für den 12. August wurde mir erneut ein Paket über DHL angekündigt (ist anscheinend in Deutschland in Mode, der erste hat mir geschrieben, sie nehmen NUR DHL, anscheinend aus sozialen Gründe, so angedeutet), natürlich gegen acht zurückgestellt auf den folgenden Werktag, also Mittwoch. An diesem Tag bei einem Empfänger RI, Rl oder R1, angeblich in meinem Nebenhaus. Das soll ein Nachbar sein!!!!! In meinem Gemeindebau kommt da nur jemand von der Stiege in Frage. DHL stellt am liebsten die Pakete irgendwo ab oder wird sie bei Nachbarn los. Denn DHL weiß, dass ich am Samstag da bin und unter der Woche nicht. Denn bis Juli konnte DHL sehr wohl bei mir an Samstagen zustellen. Da ich täglich am Nebenhaus vorbeikomme, kenne ich alle Geschäfte dort, das aber nicht. Und recherchierte daher im Internet: Die Adresse gibt es gar nicht. Wer weiß, wo das gelandet ist. Wenn man an die cs-Mailadresse schreibt, entschuldigen sie sich zwar, das letzte Mal am Montag haben sie mir auch versprochen, nachzuforschen, warum auf einmal Sendungen am Samstag an mich zurückgestellt werden. Seither Funkstille. Auch nicht auf meine Rückfragen, was das für eine kryptische Adressbezeichnung ist (übrigens nicht die erste, geschieht auch bei der Post). Bisher keine Antwort. Solche Recherchen können ja nicht soooooooooo lange dauern. Da zwischenzeitlich der Versender angefragt hat, wie es mir geht, habe ich ihm geschildert, dass ich das Paket noch nicht habe und warum. Ich wurde vom Versender wieder auf R... verwiesen. Ich schrieb zurück, dass diese Angabe fehlerhaft ist. Bin gespannt. Der Fehler liegt übrigens EINDEUTIG bei DHL Österreich. Der deutsche lieferte prompt nach Österreich. DHL Österreich weigert sich, meine Sendungan an einen seiner Shops zu liefern, mindestens einen hätte ich in der Nähe.
  • DHL
    von Konsument 1964 am 08.08.2017 um 16:29
    Ich musste schon früher DHL-Sendungen nachrennen. Eine Zeitlang hat es funktoniert, aber die aktuelle Lieferung kann man nur als Frechheit bezeichnen. Mir wurde eine Lieferung an die Privatadresse am Samstag versprochen, die in Österreich zurückgestellt wurde, anscheinend, weil jemand bei DHL Österreich (der Transport aus Deutschland verlief reibungslos) eine deutlich als Privatadresse erkennbare Adresse, an die noch eine Woche zuvor problemlos geliefert worde, für eine Geschäftsadresse hielt. Ich solle bis heute warten. Ich telefonierte mindestens eine Stunde mit dem Servicecenter, nachdem ich nach längerer Fahndung wenigstens eine Nummer gefunden habe, die Verständigung, dass am Samstag geliefert werde, ging nämlich über noreply. Flexibilität NULL. Mir ist es nicht angenehm, immer wieder bei Nachbarn abends anläuten zu müssen. Eine Lieferung an einen der mindestens zwei DHL-Paketshops ginge nicht, mit Ach und Krach konnte ich erreichen, dass mir eine Lieferung an die Dienstadresse zugesagt wurde, ich beschrieb präzise den Weg zu meinem Büro, den frühere Zusteller immer problemlos gefunden haben. In der Sendungsverfolgung wurde behauptet, die Sendung wurde mir zu einem Zeitpunkt übergeben, an dem ich im Büro saß. WURDE ABER NICHT. Herumfragen im Haus brachte nichts, zudem wäre ich verständigt worden. Der Grund: Mir sei das Paket ZU HAUSE übergeben worden!!!!!! Nix Dienstadresse. Bin gespannt, wo das Paket gelandest ist. Ich beschwerte mich schon samstags beim Versender und bat ihn, dass er in Hinkunft Post oder DPD nehmen soll, die sind zumindest brauchbar, ich habe eine Box auf der Stiege und DPD gute Shops. Und vom heutigen Zustellchaos habe ich ihn erneut verständigt und meine Bitte wiederholt. GLS ist ja bei uns auch nicht zu gebrauchen.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo