Samsung Gear VR im Kurztest

Willkommen in der Virtualität!

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KONSUMENT 9/2016 veröffentlicht: 13.07.2016

Inhalt

Wir sind vorübergehend der Realität entflohen und haben uns die Virtual Reality-Brille von Samsung in einem Kurztest angesehen.

Von der Achterbahn in den Dschungel

Gerade noch auf der Achterbahn, jetzt Aug in Aug mit Haien und gleich danach mitten im Urwald oder im Straßendschungel von New York. Und alles in 3D und 360-Grad-Rundumsicht vom Wohnzimmer aus. Die Virtuelle Realität (Virtual Reality) ist die aktuelle Spielwiese der Elektronikindustrie. Zu den Topanbietern zählt Samsung mit dem Gear VR, das mit Technolgie des VR-Pioniers Oculus (im Eigentum von Facebook) arbeitet. Wobei man zwischen den Komplettsets, wie eben Oculus Rift, und den Produkten der Handyanbieter unterscheiden muss.

Samsung Gear VR (Bild: U. Payer/VKI)

Bestimmten Modellen vorbehalten

Im Fall von Samsung benötigt ma die VR-Brille (rund 80 bis 100 Euro) und eines der folgenden Galaxy-Smartphones: Note 5, S6/S6 Edge/S6 Edge+, S7/S7 Edge. Andere Modelle passen nicht in die vorne befindliche Halterung bzw. sind nicht mit der dazugehörigen Oculus-App kompatibel. Ein Steckkontakt stellt die Verbindung zu den Bedienelementen der VR-Brille (Touchpad, Zurück-Taste, Lautstärkeregler) her.

  Samsung Gear VR: Smartphone einspannen (Bild: U. Payer/VKI) Samsung Gear VR und Smartphone (Bild: U. Payer/VKI)

Nicht für Brillenträger

Ansonsten gibt es noch einen Schärferegler – und das ist gleich der erste Kritikpunkt: Es ist nicht möglich, die Gear VR zusammen mit einer optischen Brille zu tragen. Die lupenartigen Linsen der VR-Brille verfügen über keinen Dioptrienausgleich, man kann lediglich den Abstand zu den Augen bzw. dem Smartphone-Display auf der anderen Seite verändern. Kontaktlinsenträger sind im Vorteil.

Unschärfen im Detail

Dies mag einer der Gründe sein, weshalb manche Nutzer eine gewisse Unschärfe der Darstellung beanstanden. Die unterschiedliche Qualität der (gratis) verfügbaren Inhalte ist ein anderer. Auch der Anpassbarkeit der VR-Brille an die Kopfform sind Grenzen gesetzt. Nicht alle Nutzer empfinden sie als bequem, seitlicher Lichteinfall und Druckstellen auf dem Nasenrücken sind möglich.

Wow-Effekt garantiert

Was wir auf jeden Fall empfehlen können: Ausprobieren, denn der Wow-Effekt ist garantiert! Das VR-Erlebenis ließ bei uns in der Redaktion niemanden unbeeindruckt. Wie lange die Begeisterung anhält, ist eine andere Frage und hängt – so wie bei herkömmlichen Spielkonsolen – auch davon ab, wie viel Geld man in Spiele-Apps und andere kostenpflichtige Inhalte investiert.

Schwindelgefühle

Und es hängt davon ab, wie gut man das 3D-Erlebnis körperlich verträgt. Schwindelgefühle sind nicht auszuschließen. Zudem wird es hinter der VR-Brille sehr warm – unter anderem deshalb, weil das Smartphone auf Hochtouren arbeitet und heißläuft. Entsprechend schnell ist der Akku leergesaugt.

 

Bewertung

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Kommentare

  • Das "G" ist der wichtige Punkt ...: -)
    von NETclub50plus am 17.09.2016 um 12:22
    Und zwar in Form von "Gyroskop" und "G-Sensor". Das Smartphone muss über diese Features verfügen, sonst hilft keine der mittlerweile zahlreich angebotenen, weitgehend baugleichen VR-Brillen (ab 20 Euro). DAS aber verschweigen die Brillenanbieter meist ebenso wie die Handy-Hersteller, bei denen man in den technischen Datenblättern mit der Lupe danach suchen muss. So habe ich mir (shame on me) 3 verschiedene VR-Brillen gekauft, keine hat mit meinen vorhandenen Handys (Huawei und LG) funktioniert. Das Gyroskop ist ein Kreiselinstrument, das die genaue LAGE des Handys im Raum bestimmt der G-Senor ist ein Beschleunigungsmesser, der zusammen mit dem Gyroskop eine BewegungsÄNDERUNG erkennt. Beides unverzichtbar für VR. Vor dem Kauf einer Brille also das Smartphone darauf hin checken, ob in ihm beide Featurs verbaut sind. PS: Habe 3 kaum gebrauchte VR-Brillen günstig abzugeben :-).
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