VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft

Testabo automatisch verlängert

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KONSUMENT 9/2018 veröffentlicht: 30.08.2018

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Der Verlag verlängerte Abo ohne Info des Kunden. Wir konnten helfen.  - Hier berichten wir über Fälle aus unserer Beratung. Betreut hat den Fall Mag. Maria Wallner (Foto).

VKI-Beraterin Mag. Maria Wallner (Bild: Alice Thörisch/VKI) Herr Schmidt kam mit seinem neuen Computer-Betriebssystem nicht gut zurecht. Er suchte online nach Tipps und Hilfestellung und stieß bei seiner Recherche auf die Homepage des VNR Verlags für die Deutsche Wirtschaft. Dort wurden verschiedene Computer-Hilfspakete für Windows und Linux, Sicherheitspakete etc. angeboten. Es gab sogar ein kostenloses Testpaket für 30 Tage. Herr Schmidt gab seine Daten ein und bestellte das Testpaket. Bald darauf wurden ihm die angeforderten Prospekte per Post zugestellt. Da er danach vom Verlag nichts mehr hörte, dachte er, alles sei so weit erledigt.

Weitere Zusendungen und Rechnung

Doch nach Ablauf der 30-tägigen Testzeit erhielt er monatlich weitere Zusendungen vom Verlag und schließlich auch Rechnungen über 90 €. Nach dem österreichischen Konsumentenschutzgesetz ist eine automatische Vertragsverlängerung ohne vorherige Ankündigung nicht rechtswirksam. Herr Schmidt hatte keinerlei Hinweis auf eine bevorstehende Vertragsverlängerung erhalten! Er ersuchte den Verlag daher, die Rechnungen zu stornieren. Doch das Unternehmen lehnte ab und schickte ihm laufend weitere Publikationen und Mahnschreiben.

Wir intervenierten ...

Herr Schmidt wandte sich daraufhin an unser Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich und bat um Unterstützung. Da auf der Website des Verlags für die Deutsche Wirtschaft beim Bestellvorgang für das Testpaket weder die Kosten für das an die Testphase anschließende Jahresabo deutlich ausgewiesen waren noch Herr Schmidt die laut Konsumentenschutzgesetz erforderliche Belehrung vor der automatischen Vertragsverlängerung erhalten hatte, wurden wir für ihn tätig.

... mit den deutschen Kollegen

Wir intervenierten gemeinsam mit unseren Kollegen vom EVZ Deutschland und erreichten für Herrn Schmidt eine positive Lösung: Der Verlag für die Deutsche Wirtschaft beendete Herrn Schmidts Vertrag rückwirkend mit Ende der Testphase und stornierte die offenen Forderungen. Bei uns langen über den Verlag für die Deutsche Wirtschaft immer wieder Beschwerden ein. Wir raten Konsumenten zur Vorsicht.


Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert. 

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo