KONSUMENT.AT - Werbung an Schulen: VKI-Aktion - Handy mit A1-Vertrag in Schultüte

Werbung an Schulen: VKI-Aktion

Werbepause

Seite 2 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 9/2015 veröffentlicht: 27.08.2015

Inhalt

Erfolgreiche VKI-Interventionen

Der VKI ging in den vergangenen Jahren mehrmals erfolgreich gegen unerlaubte Schulwerbung vor. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien erklärte sich daraufhin bereit, künftig auf derartige Praktiken zu verzichten. Auch Werbung in Mitteilungsheften an Volksschulen geriet in den Fokus des VKI. Konkret ging es um ein an rund 800 österreichischen Volksschulen verteiltes, stark werbelastiges Produkt der Firma Young Enterprises Media GmbH. Die Klage des VKI war erfolgreich: Das Oberlandesgericht ­Wien untersagte jegliche Werbung in Mit­teilungsheften, die an Volksschulen verteilt werden. Das im Jahr 2014 ergangene Urteil ist rechtskräftig.

Karlis Schulbox im Visier

Noch keinen Gerichtsentscheid gibt es zu einer Klage des VKI gegen die Karli Printi GmbH. Die Firma vertreibt „Karlis Schulbox“. Diese wird vom Schulpersonal an die Schüler­innen und Schüler verteilt und enthält diverses Werbematerial.

Handy mit A1-Vertrag in Schultüte

In einem beigelegten Comic-Büchlein mit dem Titel „Mit Sicherheit viel Spaß rund um die Schule“ wird erzählt, wie sich die sechsjährige ­Johanna auf ihren ersten Schultag vorbe­reitet. In der Schultüte findet sie "sehr viele nützliche Sachen für die Schule“, unter anderem ein Handy mit A1-Vertrag und einen 25-­Euro-Gutschein für die Eröffnung eines Bankkontos bei der Bawag PSK. Die Werbung richtet sich dabei nach Ansicht der VKI-Experten direkt an die Taferlklassler und suggeriert den Kindern, dass sie ein Handy und ein Bankkonto benötigen, um "zu den Großen zu gehören“.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
13 Stimmen
Weiterlesen