Heizkosten

Heizen ist billiger geworden

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veröffentlicht: 24.10.2014, aktualisiert: 20.11.2014

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Gute Nachricht für alle Haushalte, die unter hohen Heizkosten stöhnen: Die Preise für die meisten gängigen Brennstoffe sind zurückgegangen.

Heizöl 10% billiger

Sowohl Pellets als auch Erdgas und Heizöl kosten derzeit (Stand Oktober 2014) weniger als vor rund einem Jahr. Zieht man die Erhebung von November 2013 als Vergleich heran, so ging der Heizölpreis am stärksten zurück, nämlich um 10,2 Prozent, Pellets sind um immerhin 8,3 Prozent gesunken. Der Rückgang des Erdgastarifs fiel mit 3,3 Prozent eher moderat aus. Als Vergleichsbasis gilt der Preis je Kilowattstunde bei Einsatz zeitgemäßer Technologie: neue Heizanlage und Brennwertkessel (für Gas bzw. Öl).

Milder Winter half sparen

Bei den Holzpreisen insgesamt ist die Entwicklung unterschiedlich, Kohle ist wiederum generell teurer geworden. Auch Fernwärme-Kunden müssen mehr zahlen (der Standardtarif stieg um mehr als 7 %). Hier wird allerdings nur der Tarif der Fernwärme Wien in der Erhebung berücksichtigt. Das kann lediglich als grobe Orientierungshilfe angesehen werden, zu unterschiedlich ist die Preisgestaltung bei den zahlreichen Anbietern von Fernwärme; erst recht gilt das für Nahwärme, die in vielen kleineren Gemeinden zur Verfügung steht.

Trotz gesunkenen Preisen bei den weit verbreiteten Brennstoffen könnte die Freude, dass die nächste Heizkostenabrechnung niedriger ausfällt, verfrüht sein. Denn der vergangene Winter war außerordentlich mild, was den Brennstoffverbrauch stark sinken ließ. Sollte der heurige Winter wieder durchschnittlich kalt ausfallen, werden wohl auch die Kosten wieder steigen.

Strom kostet mehr als viermal soviel wie Holz

Auffallend sind die großen Unterschiede zwischen den Brennstoffkosten. Liegen die Preise für Pellets (6,20 Cent/kWh), Erdgas (7,40 Cent) oder Heizöl (8,89 Cent) noch in einem einigermaßen beschränkten Schwankungsbereich, so machen die niedrigsten Brennstoffkosten nur rund ein Viertel dessen aus, was für die teuerste Energieform – Strom aus Direktheizgeräten: 18,87 Cent – bezahlt werden muss. Bei den billigsten Brennstoffen Holz bzw. Erdwärme muss allerdings berücksichtigt werden, dass sie sehr hohe Investitionskosten für die Anlage bzw. für Nebenkosten (der niedrige Holzpreis gilt nur bei Selbstabholung ab Wald) bedingen.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Kaminholz im Karton Kaminofen, Scheitholz (1 m) Durchbrandkessel, Scheitholz (1 m) Holzvergaserkessel, Kaminholz (0,33 m) Kachelofen, Hackgut Jahresmenge Zentralheizung, Holz-Briketts Kaminofen , Holz-Briketts Kachelofen , Pellets Einzelofen , Pellets Zentralheizung , Erdgas Bm³ Gaskonvektor , Erdgas Bm³ Gaskessel , Erdgas Bm³ Brennwertkessel , Flüssiggas Gaskessel, Flüssiggas Brennwertkessel, Heizöl EL Einzelofen, Heizöl EL Gebläsekessel , Heizöl EL Brennwertkessel , Brikett-Rekord Durchbrandkessel , Steinkohle (Polen) Durchbrandkessel , Hüttenkoks Brech 3 Durchbrandkessel , Brikett-Rekord Einzelofen , Tagstrom Direktheizgerät, Nachtstrom Speicherofen , Tagstrom Erdwärmepumpe, Mischtarif Erdwärmepumpe , Standardtarif Zentralheizung, Niedrigenergietarif Zentralheizung

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Bewertung

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7 Stimmen

Kommentare

  • Fernwärme Wien
    von sidestep am 30.10.2014 um 16:24
    Richtig, man hat keine Möglichkeit, bei Fernwärem zu wechseln (alle neueren Wr. Gemeindebauten besitzen nur mehr Fernwärme, nicht einmal einen Kaminanschluß - damit ist es einem Mieter unmöglich, etwa alternativ mit Holz zu heizen). Zuerst hat man die Kunden mit billigen Preisen geködert und - wie überall - als mehr und mehr gewechselt haben, fuhr man sukzessive mit den Preisen in die Höhe. Der Kunde muß also zähneknischend die Preiserhöhun schlucken (so er nicht auszieht) und Wien Energie dreht weiter munter an der Preisschraube :-((
  • Fernwärme korrigiert
    von REDAKTION am 30.10.2014 um 11:10

    Fernwärme ist in Wien tatsächlich deutlich teurer geworden. Die Angaben in der Tabelle sind korrekt. Leider ist uns aber bei der Berechnung der Veränderung zum Vorjahr ein Fehler unterlaufen. Sie beträgt beim Standardtarif über 7%. Wir haben den Text entsprechend korrigiert. Danke für Ihren Hinweis.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Preis für Pellets
    von REDAKTION am 29.10.2014 um 15:18

    Bei den Preisen haben wir in allen Fällen den Wirkungsgrad der Heizungsanlage berücksichtigt. Der beträgt bei einer Pellets-Zentralheizung 80 Prozent. Für den Preis pro Tonne haben wir 243 Euro angesetzt, unter Berücksichtigung des Wirkungsgrades ergibt sich ein Preis pro kWh von 6,20 Cent.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Fernwärem Wien - verschwiegene Preiserhöhung!!
    von chris1976 am 25.10.2014 um 19:04
    Leider ist es (wie im Artikel beschrieben) nicht korrekt das der Preis für Fernwärme gleich geblieben ist, die Kosten für Heizung und Warmwasser haben sich seit 1. September 2014 massiv um jeweils 15% (!!!) erhöht. (z.B. Warmwasser vorher 5,46€ pro 1000 Liter nun 6,279€). Da der monatliche Grundpreis gleich blieb (=die Grundgebühr unabhängig vom Verbrauch) ergibt das eine effektive Preiserhöhung von rund 9 Prozent, was einen durchschnittlichen Wiener Haushalt mit zumindest 60 € im Jahr zusätzlich belastet. Hier zeigt sich deutlich, dass fehlender Wettbewerb, konkreter gesagt die Monopolstellung der Fernwärme Wien (der Kunde hat keine Möglichkeit zu wechseln) eine Erhöhung der Energiepreise bei sonst fallenden Preisen ermöglicht. Leider wird das verschwiegen und hier wird ebenso geschwiegen, schade.
  • Preis für Pellets unklar
    von wklebel am 25.10.2014 um 08:55
    Mir ist nicht klar, wie Sie auf den Preis von 6,2 cent/kWh kommen mit dem Wikipedia-Wert von 4,8 kwh/kg komme ich auf einen Preis von 297.- EUR/Tonne, das ist um einiges mehr, als derzeit (25. 10. 2014: 226.- bis 253.- / Tonne) verlangt wird. Selbst wenn ich die Abfüllpauschale auf eine einzelne Tonne der teuersten Lieferung aufrechne, komme ich nicht auf Ihren Preis.
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