Strommessgeräte im Test

Stromfressern auf der Spur

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Konsument 9/2009 veröffentlicht: 18.08.2009, aktualisiert: 10.09.2009

Inhalt

  • Nur eines ist wirklich gut
  • Stand-by-Messung oft nicht möglich
  • Zwei Geräte mit Sicherheitsrisiko

Manche Elektrogeräte verbrauchen heimlich Strom – dafür aber unheimlich viel. Stand-by heißt diese Kostenfalle und oft weiß man gar nicht, bei welchem Gerät sie zuschnappt. Strommessgeräte sollten unter anderem dabei helfen, diesen heimlichen Stromfressern auf die Spur zu kommen.

Stand-by: Umweltbelastung

Geräte, die scheinbar abgeschaltet sind, verbrauchen erstaunlich viel Energie. Wenn in 3,57 Millionen Haushalten in Österreich durchschnittlich 35 Watt an Standby-Leistung verbraucht werden, entspricht das ungefähr der Produktion des Kraftwerkes Wien-Freudenau. Dessen Jahresarbeitsvermögen beträgt 1050 Gigawattstunden. Österreich ist damit beim Standby-Verlust hinter Deutschland Vize-Europameister. Experten rechnen mit einem Einsparungspotential von rund 100 Euro für elektische Energie pro Haushalt und Jahr.

Wer beim TV-Gerät die Stand-by-Taste der Fernbedienung drückt, schaltet das Gerät nicht völlig aus, sondern versetzt es in eine Art Tiefschlaf, aus dem es sofort wieder ­erweckt werden kann. Bei vielen Geräten fließt aber auch Strom, nachdem man sie bewusst abgeschaltet hat (siehe rechts oben „Die heimlichen Stromfresser“). Wie viel das ist, sollte ein Strommessgerät feststellen können.

Fehlerquellen beim Messen

Den genauen Stand-by-Verbrauch zu ermitteln ist nicht einfach. Oft ist er sehr ­gering; manche elektronischen Geräte haben z.B. durch bestimmte Schaltnetzteile eine pulsartige Stromaufnahme, die das Strommessgerät „verwirren“ kann. Darü­ber hinaus muss es zwischen Wirkleistung und Scheinleistung unterscheiden können, da sonst verfälschte Ergebnisse zustande kommen (siehe rechts oben „Was ist was?“).

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