Fotografieren: Winteraufnahmen

Nur Mut!

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KONSUMENT 1/2012 veröffentlicht: 27.12.2011

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Gerade im Winter sind außergewöhnliche Aufnahmen möglich. So nutzen engagierte Fotoamateure die Chance auf einzigartige Ergebnisse.

Es friert, es stürmt, es ist düster. Im Winter herrschen oft unfreundliche Wetterverhält­nisse, die uns nur ungern einen Schritt vor die Haustür machen lassen. Wer besondere Fotomotive sucht, sollte ihn aber dennoch tun, denn gerade wenn das Wetter verrückt spielt, sind die Chancen auf außergewöhnliche ­Aufnahmen groß – außergewöhnlich im Sinne von nicht alltäglich.

Abseits der Routine

Ihre Liebsten haben Sie sicherlich schon etliche Male bei Geburts­tagen und anderen Feierlichkeiten abgelichtet, immer nett und immer lächelnd. Aber gibt es auch Fotos von ihnen, die sie eingepackt in einen dicken Mantel zeigen, mit vom Wind zerzausten Haaren oder von der Kälte gerö­teter Nase? Diese Fotos mögen nicht gerade die Schokoladenseite wiedergeben, doch sie sind in jedem Fall interessant, weil selten und abseits der Routine. Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht ist für schöne Aufnahmen keineswegs schönes Wetter nötig.

"Sonne im Rücken" muss nicht sein

Ältere Leser mögen noch die Regel im Ohr haben, der Fotografierende solle sich so ­positionieren, dass er die Sonne im Rücken hat. Einst mag diese Regel ihre Berechtigung gehabt haben, in jenen Urzeiten, als die ­Qualität der Filme noch zu wünschen übrig ließ. Doch inzwischen besteht dazu keine Notwendigkeit mehr, nicht in technischer und schon gar nicht in gestalterischer Hinsicht. Gegenlichtaufnahmen sind vielmehr oft spannender als solche, die "mit der Sonne" gemacht werden.

Ausgeprägte Schattenbildung

KONSUMENT-Buch Im Winter steht die Sonne (wenn sie sich denn zeigt) am Morgen und am Nachmittag sehr tief. Und das bedeutet ausgeprägte Schattenbildung. Eine Besonderheit, die Sie bei der Bildgestaltung berücksichtigen sollten.

Nehmen wir an, Sie wollen einen Baum fotografieren. Es scheint die Sonne, und der Baum wirft einen langen Schatten. Wollen Sie die Mächtigkeit des Baums betonen, empfiehlt es sich, den Schatten mit aufzunehmen. Oder Sie fotografieren überhaupt nur den Schatten – das wäre die etwas kühne oder verspielte Variante.

 

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Kommentare

  • "Sonne im Rücken" muss nicht sein
    von hoesl am 19.01.2012 um 10:27
    Wenn sie (als vermutlich jüngerer Redakteur) über "älterer Leser" schreiben, dann informieren sie sich erst darüber, wie es vor vierzig (oder mehr) Jahren mit der Fotografie war. Da galt nämlich auch schon die Regel: "Blitz von vorne und Sonne im Rücken des Fotografen sind schlecht für ein interessantes Bild!" Denn auch damals erschienen Gesichter mit Frontlicht beleuchtet (ungeachtet der Filmqualität) flach und ohne Ausdruck, Gegenstände, Natur und Architektur ohne Struktur. Das ist schon in den Fotobüchern der 60er-Jahre nachzulesen. Licht und Schatten halten sich bereits seit dem Urknall an ihre eigenen Regeln und nicht an die Regeln der Digitalfotografie.
  • "Sonne im Rücken" muss nicht sein
    von RomanM. am 09.01.2012 um 17:50
    Die Frage ist nur in wessen Rücken? In dem des Fotografen, was in früheren Zeiten praktiziert wurde oder aber im Rücken der/des Abgebildeten. Da aber dann der Fotograf gegen das Licht fotografiert ergibt sich daraus eine kurze Verschlußzeit. Daraus resultiert eine evtl. Unterbelichtung der Personen. Für Laien der einfachste Weg dies zu verhindern ist die Verwendung eines Aufhellblitzes. Selbst bei einfachen Kompaktkameras funktioniert das noch sehr gut. Andere Möglichkeiten zu erklären würde hier den Platz sprengen, engagierte Hobbyfotografen kaufen sich ein gutes Buch. Jm2c
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