Handys: Feuchtigkeits-Schäden

Versichern lohnt nicht

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KONSUMENT 1/2014 veröffentlicht: 02.01.2013

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Gewährleistung oder Garantie für Handys werden häufig wegen Wasserschäden verweigert. Kann eine Versicherung bei einem (vermeintlichen) Feuchtigkeitsschaden Abhilfe schaffen?

Wenn Hersteller Gewährleistung und Garantie ablehnen

Handyhersteller und Elektrohandel bzw. die von ihnen beauftragten Servicebetriebe machen es sich einfach: Sie stellen einen Feuchtigkeitseintritt fest und das ist für sie Grund genug, Gewährleistung oder Garantie abzulehnen. Auch wenn der Schaden gar nicht von der Feuchtigkeit herrührt.

Gutachten teurer als Smartphone

Um das zu beweisen, benötigt man aber ein Gutachten; die Kosten allein dafür können schon den Wert eines hochpreisigen Smartphones übersteigen. Das bedeutet: Der Konsument hat keine Chance, zu seinem Recht zu kommen (wir haben darüber berichtet: siehe Feuchtigkeitsschäden bei Handys: Gewährleistung unter Wasser 6/2013).

Allgemeine Rechtsschutzversicherung ...

Doch wie stehen die Aussichten, wenn man sich rechtzeitig versichert hat? Ist das eine sinnvolle Absicherung gegen vermeintliche oder tatsächliche Feuchtigkeitsschäden? Grundsätzlich kommen eine spezielle Handyversicherung und eine allgemeine Rechtsschutzversicherung infrage.

... oder spezielle Handyversicherung

Handyversicherungen werden häufig direkt beim Kauf des Handys angeboten. Meist sind es die Mobilfunkprovider, die mit diesem "Zuckerl" neue Kunden gewinnen wollen. A1 bietet eine „Handygarantie“ ab 2,90 Euro monatlich an, für Smartphones mit einem Preis von über 600 Euro müssen allerdings schon 8,90 Euro bezahlt werden. T-Mobile offeriert seinen "Handy-Schutz" zu einer Einmalprämie von 39,90 Euro (für ein Jahr). Drei verlangt für seinen "3RundumSchutz" 3 bis 9 Euro. Das Gerät ist in der Regel gegen Beschädigung und Zerstörung durch Bedienungsfehler, Hinunterfallen, Bruch, Brand usw.
versichert.

Selbstbehalt beachten, nur Zeitwert ersetzt

Es muss allerdings ein Selbsbehalt getragen werden, der 50 Euro und mehr erreichen kann. Weiters ist zu bedenken, dass man nur den Zeitwert ersetzt bekommt, und der geht gerade bei Handys rasch nach unten (bereits im ersten Jahr sinkt er auf 50 Prozent).

Feuchtigkeitsschaden oft von Versicherung ausgeschlossen

Was nun den Feuchtigkeitsschaden betrifft, so sind in den Versicherungsbedingungen sehr häufig Klauseln versteckt, durch die gerade die Deckung eines solchen Schadens entfällt. So werden "Schäden durch unmittelbare oder mittelbare Witterungseinflüsse" ausgeschlossen.


Lesen Sie außerdem folgende Artikel rund um das Thema Handys: Feuchtigkeitsschäden bei Handys, Obsoleszenz, Test: Smartphones 9/2013

 

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