Internet-Apotheken

Bittere Online-Pillen

Seite 1 von 9

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 4/2011 veröffentlicht: 17.03.2011

Inhalt

10 von 16 regulären EU-Internetapotheken lieferten illegale Medikamente nach Österreich

Die illegale Einfuhr von Arzneien verzeichnet im Zeitalter des Internets rasante Zuwachs-zahlen. Allein im Jahr 2009 beschlagnahm-ten die österreichischen Behörden mehr als 27.000 Medikamentenpackungen. Die Hitliste wird mit großem Abstand angeführt von  Potenzmitteln, gefolgt von Haarwuchspräparaten und Diätmitteln. Als Absender treten vor allem Anbieter aus Fernost in Erscheinung.

Doch es sind keineswegs nur gefälschte Präparate aus zweifelhaften Quellen, die illegal die Grenzen passieren. Auch reguläre Versandapotheken bieten ihre Präparate im Internet feil und liefern ihre Ware nach Österreich.

Laut Gesetz nur rezeptfreie Präperate

Gemäß dem im vergangenen August in Kraft getretenen und verschärften Arzneiwareneinfuhrgesetz dürften jedoch ausschließlich rezeptfreie Präparate für den persönlichen Bedarf (maximal drei Packungen eines Medikaments) mit österreichischer Zulassungsnummer ins Land gelangen.

Das Gesetz soll Schutz vor gefälschten und gesundheitsschädlichen Medikamenten bieten und eine effizientere Überwachung und Kon-trolle der Arzneiwareneinfuhr ermöglichen. „Die Zollorgane sind verpflichtet, Medikamente, die entgegen dem bestehenden Verbot im Fernabsatz, also über das Internet bestellt wurden, zu beschlagnahmen – und letztlich zu vernichten.

Die Kosten dafür trägt der Besteller – und im Wiederholungsfall drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 7.260 Euro“, heißt es dazu im Bundesministerium für Finanzen.

Bestellung innerhalb der EU

Die Betonung der Strafbarkeit des Bestellens und die Höhe der Strafe sollen abschreckend wirken. Aber konsequent überwacht wird  von den Behörden lediglich die Einfuhr aus sogenannten Drittstaaten. Für Sendungen, die innerhalb der EU aufgegeben werden, sind laut österreichischem Zoll nur Stichproben vorgesehen.


 

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
22 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Versandapotheken Österreich
    von REDAKTION am 13.12.2012 um 15:38
    Die genannte Versandapotheke ist in Tschechien zugelassen. Über die Qualität der versendeten Ware können wir derzeit keine Aussagen machen. Zu beachten ist, dass für Bestellungen unter 45 Euro Versandkosten anfallen. Diese können den vermeintlichen Preisvorteil mehr als zunichte machen.
  • Versandapotheken Österreich
    von Kitsune am 12.12.2012 um 22:06
    Vor kurzem ging die österreichische Versandapotheke Vamida (www.vamida.at) online. Vamida rühmt sich die schnellste zu sein, was aufgrund einer Kooperation mit der österreichischen Post möglich ist. Wenn man vor 17.00 bestellt bekommt man die Bestellung am nächsten Tag. Ausser rezeptfreien Medikamenten werden auch Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine und Mineralstoffe, sowie Homöopathische Mittel angeboten.
  • es muss unterschieden werden
    von chabron am 26.03.2011 um 11:45
    zwischen online Apotheken die reguläre Arznei-und Drogeriewaren, wie z.B. in Deutschland übers Internet und das Gott sei Dank um einiges billiger, anbieten, oder den Fälscher-Hinterhof- Kellergiftlabors genau um DIESE gehts dabei Rattengift wird bei einer seriösen Onlineapotheke, die man auch persönlich betreten und Artikel direkt kaufen kann, nicht in einer Pille finden da gehts wieder mal um die Apotheker die ihre Felle wegscwimmen sehn den Unterschied sollte man schon auch heraus lesen können !
KONSUMENT-Lebensmittel-Check