FAQ zu KONSUMENT

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veröffentlicht: 27.09.2011, aktualisiert: 26.06.2015

Inhalt

Wer macht das Testmagazin KONSUMENT?

Herausgeber von KONSUMENT ist der VKI (Verein für Konsumenteninformation). Vereinsmitglieder waren die vier österreichischen Sozialpartner. Nach dem Austritt von Wirtschafts- und Prädidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern verbleiben mit 1.1.2014 Arbeiterkammer und ÖGB als VKI-Mitglieder und - als außerordentliches Mitglied - die Republik Österreich. Sie unterstützen mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag die Arbeit des VKI.

Was macht KONSUMENT einzigartig? 

Als einziges österreichisches Testmagazin ist KONSUMENT den strengen internationalen Standards von Verbraucherorganisationen verpflichtet. Dazu gehört

  • die strikte Unabhängigkeit von Firmen (daher auch keine Werbung im Heft)
  • die ausschließliche Orientierung an den Bedürfnissen der Konsumenten sowie
  • höchste Ansprüche an sachliche Richtigkeit und Objektivität in der Berichterstattung.

Diese Grundsätze sind in den Statuten des VKI verankert und für alle Mitarbeiter verpflichtend.

Ich kaufe das Heft in der Trafik. Warum bekomme ich keinen freien Onlinezugang?

Wir haben geprüft, ob und zu welchen Kosten es möglich ist, den Käufern eines Einzelheftes zusätzlich den Onlinezugang zu ermöglichen. Es wäre zu teuer. Wir hätten höhere Kosten bei gleichen Einnahmen.

Warum ist KONSUMENT im Vergleich zu anderen Zeitschriften teuer?

Dafür gibt es mehrere Gründe.

  1. KONSUMENT ist kein Unterhaltungsmagazin, kein Meinungsmagazin. KONSUMENT enthält vorrangig exklusive Informationen mit hohem Nutzwert für den Leser. Beurteilen Sie daher den Preis von KONSUMENT nicht anhand der bedruckten Menge Papier, sondern an der persönlich nutzbaren Information.
  2. Es geht auch bei uns ums Geld. Andere Medien verdienen Millionen mit Werbung. Wir vom Verein für Konsumenteninformation sind eine Non-Profit-Organisation und verzichten auf Inserate oder ähnliche bezahlte Gefälligkeiten. Überlegen Sie folgendes: Angenommen ein Unternehmen, dessen Produkte in unserem Test sind, ist mit dem Ergebnis unzufrieden. Die Firma droht uns bei unerwünschten Testurteilen Inserate im Wert von 30.000, 70.000, 150.000 ... Euro zu stornieren. Was meinen Sie: Wie würde sich das auf die Testurteile auswirken? Damit wir nicht aus Rücksicht auf Werbekunden unsere Testurteile verbiegen und Berichte entschärfen müssen, verzichten wir auf Fremdwerbung. Testen ist teuer. Weil wir einerseits keine Werbeeinnahmen und andererseits erhebliche Kosten haben, müssen wir uns das Geld für unsere Arbeit in erster Linie beim Kunden holen. Bei Ihnen also.

Wir sind immer wieder damit konfrontiert, dass Kunden mehr und bessere Leistung für weniger Geld oder gar gratis verlangen. Da können wir nicht mitspielen; irgendwer muss die Kosten zahlen. Auch die Gründungs- bzw. Vereinsmitglieder des Vereins für Konsumenteninformation (siehe oben) sind nicht bereit ihre Mitgliedsbeiträge zu erhöhen. Daher mussten und müssen wir mehr Geld selbst verdienen und haben in den letzten Jahren unsere Eigenfinanzierung auf über 70 Prozent gesteigert.

Wie kommt KONSUMENT zu seinen Themen?

Das Grundgerüst besteht aus den wichtigsten Anschaffungen von Konsumenten. Themen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Haushalt, Computer, Sport- und Freizeitgeräten, Auto, Versicherungen und Sparformen werden regelmäßig aufgegriffen und aktualisiert. Leserwünsche werden systematisch ausgewertet und fließen in die aktuelle Planung ein. Manche  Themen greift KONSUMENT auf, weil sie "in der Luft liegen“ und etwa durch die Werbung in den Blickpunkt des öffentlichen Interessen gerückt sind.

Wird KONSUMENT oft geklagt?

Gerichtliche Schritte werden uns oft angedroht, mitunter sogar vor Veröffentlichung eines Beitrages. Nur wenige Fälle landen tatsächlich vor Gericht. KONSUMENT hat seit seiner Gründung 1961 kein großes Verfahren verloren.

Wie lange dauert der Druck einer KONSUMENT-Auflage?

Derzeit werden Monat für Monat etwa 190.000 Exemplare gedruckt.  Der Druck dauert etwa 20 Stunden, eine Auflage wiegt über 18 Tonnen. Der Versand der Hefte kostet (Stand 2010) ca. 35.000 Euro.

Was passiert mit den Testprodukten?

Die getesteten Produkte bleiben in den meisten Fällen in den Prüflabors - zur Beweissicherung, sollten wir geklagt werden. Wenn das nicht nötig ist, werden sie einem wohltätigen Zweck zugeführt, unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verkauft oder fachgerecht entsorgt.

Warum sind KONSUMENT -Beiträge nicht namentlich gezeichnet?

Solche Reports oder Tests sind in der Regel Resultat der Teamarbeit zwischen Fachjournalisten und Fachexperten.

Warum sind die Tests so Wien-lastig?

Wir haben im Osten Österreichs die meisten Leserinnen und Leser. Unsere Ressourcen sind begrenzt. Aber wir weiten im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten unsere Testaktivitäten aus, Beispiele: Kfz-Werkstätten, diverse Servicetests, Medizintests, Apotheken. Weitere österreichweite Recherchen sind in Vorbereitung. 

Warum war das Produkt „xy“ nicht im Test?

Das ist eine häufige Frage. Wir können in keinem Bereich alle Produkte testen, leider, es sind zu viele und sie wechseln zu rasch. Wir müssen aus diesem Grund eine möglichst repräsentative Auswahl treffen. Wir nehmen auch an internationalen Gemeinschaftstests teil. Da müssen alle teilnehmenden Organisationen Kompromisse in der Auswahl der Testprodukte eingehen.

Produkt XY war Testsieger. Warum ist es nicht mehr erhältlich?

Bevor wir einen Test veröffentlichen prüfen wir immer, ob die beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen noch erhältlich sind. Wir veröffentlichen nur, was kurz vor der Veröffentlichung erhältlich ist. Entweder gehen wir selbst in das Geschäft oder wir lassen uns vom Hersteller oder Händler bestätigen, dass es noch einige Zeit erhältlich sein wird. Es kommt aber immer wieder vor, dass Händler, Hersteller, Anbieter ... Produkte vom Markt nehmen - vor und nach dem Erscheinen. Und sie tun dies auch mit Testsiegern; lesen Sie den Artikel z.B. Schlecker: Maschinengeschirrspülmittel. Manche ersetzen die Testsieger auch durch andere Produkte, ohne das klar zu kommunizieren. 

5 Euro für eine Online-Tageskarte – ist das nicht Nepp?

Nein, das ist kein Nepp. Qualitätsgesichertes Testen wird immer teurer. Beispiele: Das Testen eines einzigen Waschmaschinenmodells kostet zwischen 5000 und 7000 Euro, für Waschmittel oder Kosmetikprodukte betragen die Kosten zwischen 4000 und 7000 Euro pro Produkt. Die Analyse von Lebensmitteln kostet pro Untersuchung und pro Probe mehrere hundert Euro. Pro Jahr veröffentlicht KONSUMENT Testurteile für mehr als 1000 Produkte oder Dienstleistungen.

Können wir vom Unternehmen XY Ihnen eines unserer Produkte zum Testen schicken?

Nein. Wir wählen anhand von Marktrecherchen und Leserumfragen jene Produkte aus, die in den Test kommen. Anschließend kaufen wir anonym ein. Der anonyme  Einkauf gewährleistet, dass die Produkte von den Unternehmen nicht vorab manipuliert werden und sich die Qualität eines getesteten Produktes nicht von jenem unterscheidet, das im Handel erhältlich ist. Die wiederholten Anfragen in der Redaktion zeigen: Unternehmen sind es gewöhnt Redaktionen Produkte zuzuschicken. KONSUMENT ist anders: Es ist bei uns nicht möglich, uns ein Produkt zuzusenden, um es testen zu lassen.

Bild: VKI