Funktionsjacken

Nicht ganz dicht

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KONSUMENT 8/2012 veröffentlicht: 26.07.2012

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Funktionsjacken rühmen sich, 100 Prozent wasserdicht und extrem atmungsaktiv zu sein. Im Test gab es ein regelrechtes Favoritensterben.

Lesen Sie auch unseren Ethiktest Jackenhersteller.

Angst vor einem Wolkenbruch? Das war gestern! Heute haben fast alle Wanderer oder Bergsteiger ihre Regenjacke, die jedem Wetter trotzt. Selbst in der Großstadt vertrauen schon weit mehr eilige Passanten auf Gore-Tex & Co als auf den guten alten Trenchcoat, wenn der Himmel einmal seine Schleusen öffnet. Doch sind diese Materialien wirklich so gut?

Test relativiert hohe Erwartungen

Die Ergebnisse des vorliegenden Tests relativieren die hohen Erwartungen, die in wasserdichte und atmungsaktive Regenjacken gesetzt werden. Diese beiden – grundsätzlich unvereinbaren – Eigenschaften können dank spezieller Membranen oder Beschichtungen kombiniert werden. Entdeckt wurde diese Funktion vom US-Chemiker Robert W. Gore im Jahr 1969; die Bezeichnung Gore-Tex ist mittlerweile zu einem stehenden Begriff geworden, obwohl die meisten Sportbekleidungshersteller eigene Materialien entwickelt haben. In unserem Test sind nur zwei Modelle mit einer Gore-Tex-Membran ausgestattet (Löffler und Marmot).

Zwei oder drei Lagen?

Wasserdichtheit allein ist noch kein Qualitätskriterium für eine Funktionsjacke – das schafft jedes Plastiksackerl. Da aber auch keine Feuchtigkeit nach außen gelangen kann, würde man in einer Plastikjacke hoffnungslos schwitzen, sodass man am Ende genauso nass wäre wie ohne Schutzbekleidung. Das sollen die Funktionsjacken verhindern. Bei allen Unterschieden zwischen den Systemen (Gore-Tex, Sympatex, Texapore, ...) geht es im Prinzip immer darum, zu vermeiden, dass Wasser von außen nach innen dringt. Umgekehrt muss aber Wasserdampf, also Schweiß, möglichst ungehindert nach außen abgeleitet werden.

Mikroporen: zu klein für Tropfen

Bei der Gore-Tex-Membran funktioniert das dank der Mikroporen: Die Poren sind so winzig, dass nicht der kleinste Wassertropfen eindringen kann. Wasserdampfmoleküle hingegen sind noch kleiner und können mühelos durch diese Poren entweichen, der Stoff ist damit "atmungsaktiv".

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Jack Wolfskin Highland Men, Columbia Mission Air II Shell, Marmot Vagabond Jacket, Patagonia Storm Jacket, Haglöfs Velum II Jacket, Schöffel Tornado II, The North Face Men´s Resolve Jacket, Vaude Men´s Escape Light Jacket, Mammut Yosh Jacket, Intersport McKinley Grenada, Adidas HT 2L CPS Jacket, Salewa Healy PTX Men, SportScheck OCK Herren, Maier Sports Borkum, Regatta Feego, Löffler GTX AS Herren

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Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
28 Stimmen

Kommentare

  • Northland
    von nbanke am 02.08.2012 um 08:44
    Ich habe mit einer Northland Regenjacke bei der 30.000 mm Wassersäule angegeben war keine guten Erfahrungen gemacht, war von Anfang an nicht dicht. Insbesonders die Verarbeitungsqualität war miserabel. Ein Plastikdruckknopf ging beim ersten mal zu Bruch. Ein Ersatz aus Metall(!) war zwar beigepackt, aber nach kurzer Zeit brachen 2 weiter Druckknöpfe. Die Schweißnähte sind auch teilweise aufgegangen. Würde ich nicht wieder kaufen.
  • Northland
    von REDAKTION am 30.07.2012 um 11:35

    Tests sind teuer. Aus finanziellen Gründen können wir leider nur eine beschränkte Auswahl von Produkten solch umfangreichen Tests unterziehen. Bei der Entscheidung zwischen den beiden österreichischen Anbietern Löffler und Northland haben wir uns für ersteren entschieden - es ist die traditionsreichere Marke und vor allem wird bei Löffler noch immer zu einem großen Teil im Inland produziert.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Der guten Frage schließe ich mich an!
    von licht274 am 28.07.2012 um 09:11
    Bitte um Stellungnahme.
  • ?
    von Bensch am 27.07.2012 um 11:02
    Warum wurden denn nicht auch eine Jacke des österreichischen(!) Herstellers Northland getestet, der immerhin seit fast 40 Jahren Marktteilnehmer ist?
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