Gold als Geldanlage

Nicht immer eine Goldgrube

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KONSUMENT 12/2012 veröffentlicht: 28.11.2012

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Geldanlage: Gold ist als Anlageprodukt nicht unproblematisch. Als Bei­mischung hat das Edel­metall aber durchaus seinen Platz in einem größeren Anlagedepot.

Warnungen vor einem Kollaps des Welt­finanzsystems, mangelndes Vertrauen in den Euro und dazu Guthabenzinsen für Giro- und Spareinlagen, bei denen man nach Abzug der Gebühren nicht einmal mehr von Wert­erhalt, geschweige denn von Ertrag sprechen kann: kein Wunder, dass sich Anleger haare­raufend nach Alternativen umsehen.

Gold und Edelmetalle als Alternativen zum Sparbuch

Gold und andere Edelmetalle zählen dazu, weil sich vor allem Gold seit Tausenden von ­Jahren immer wieder als Krisenwährung ­bewährt hat. Außerdem ist es im Gegensatz zu anderen Edelmetallen wie Silber oder ­Platin von der Umsatzsteuer befreit. Dennoch kann auch Gold nicht uneingeschränkt zur Geldanlage empfohlen werden.

Gold: Keine regelmäßigen Erträge

Der größte Nachteil: Es wirft keine Zinsen und somit auch keinen regelmäßigen Ertrag ab. Hat man es einmal erworben, kann man nur hoffen, dass der Preis dafür steigt und sich so eine gute Rendite ergibt. Die kann tatsächlich gewaltig sein, wie alle feststellten, die vor rund zehn Jahren ins Gold-Business eingestiegen sind und das glitzernde Edelmetall nun um 200 oder mehr Prozent teurer wieder verkaufen könnten. Sie kann aber auch weit ins Minus drehen, wie etwa von 1980 bis 2000, als das Gold 70 Prozent und mehr an Wert einbüßte. Auch derzeit kann niemand sagen, in welche Richtung sich der Goldpreis entwickeln wird. Faktum ist, dass er sich nach Angebot und Nachfrage richtet: Ist die Nachfrage groß, steigt der Preis; geht die Nachfrage zurück, fällt er.

Kleine Menge, hoher Aufschlag: Spread verringert die Rendite

Ein weiterer Nachteil: Wenn Sie Gold kaufen, müssen Sie dafür mehr zahlen, als wenn Sie dieselbe Menge Gold am selben Tag wieder verkaufen würden. Die Händler schlagen auf den Verkaufspreis einen Aufschlag drauf, der umso höher ausfällt, je kleiner die Einheiten sind. Diese Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis, auch Spread genannt, ver­ringert die Rendite. Dazu kommt, dass Gold in US-Dollar notiert. Derzeit schwächelt der Dollar im Vergleich zum Euro. So konnten sich Goldkäufer im Euro-Raum über eine zusätzliche Wertsteigerung freuen. Steigt aber der Dollar wieder und verfällt der Goldpreis, kann das erhebliche Verluste bedeuten.

Sichere Verwahrung von Gold

Und schließlich sollte das glitzernde Metall sicher verwahrt werden, am besten in einem Tresor oder im Schließfach einer Bank, was noch einmal zu Kosten von rund 60 Euro pro Jahr aufwärts führt.

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